SOZIALDIENST: Drei Profis kümmern sich um die Sozialfälle

Sozialräte verschiedener Gemeinden schliessen sich zusammen. Damit sie effizient arbeiten können, erhalten sie professionelle Hilfe.

Drucken
Teilen
Christine Herrscher. (Bild Elias Bricker/Neue UZ)

Christine Herrscher. (Bild Elias Bricker/Neue UZ)

Der Neue Finanzausgleich fordert von den Gemeinden einen professionellen Sozialdienst. Dies im Alleingang zu realisieren, ist für die meisten Urner Gemeinden finanziell nicht möglich. Deshalb machen Altdorf, Attinghausen, Flüelen, Seedorf, Sisikon, Isenthal, Bauen und Seelisberg nun gemeinsame Sache: Künftig wird nicht mehr jede dieser acht Gemeinden einen eigenen Sozialrat haben, sondern nur noch ein regionales Gremium.

Die Ratsmitglieder müssen sich nicht mehr persönlich um die einzelnen Sozialfälle kümmern. Denn ein neu gegründeter Sozialdienst entlastet den Sozialrat. Er heisst Sozialdienst Uri Nord und wird von der Altdorferin Christine Herrscher geleitet. Unterstützt wird sie von zwei weiteren, ausgebildeten Sozialarbeitern.

«Zusammenarbeit unter den Gemeinden funktioniert wunderbar»
Der Sozialdienst Uri Nord nahm bereits am 1. Juli seine Arbeit auf. Leiterin Herrscher sagt: «Eine Professionalisierung im Sozialhilfebereich war nötig.» Denn die Sozialfälle seien immer komplexer und die administrativen Anforderungen an die Sozialräte immer höher geworden.

Der neue Sozialdienst finanziert sich aus einer Mischrechnung. Auf der einen Seite wälzen sich die Kosten anhand der Einwohnerzahlen auf die Gemeinden ab. Auf der anderen Seite müssen die Wohngemeinden der jeweiligen Sozialhilfeempfänger die Kosten der Fälle aber weiterhin berappen. Die neue Lösung dürfte für die Gemeinden wohl gering teurer werden als das bisherige System, hauptsächlich wegen den angestellten Sozialarbeiter.

Cordelia Dal Farra, die den ersten regionalen Sozialrat Uri Nord präsidiert, ist zufrieden mit der Lösung: «Die Zusammenarbeit unter den Gemeinden funktioniert wunderbar.» Sie ist auch froh, dass man bei der Umsetzung nicht ganz bei null beginnen musste. Denn Altdorf hatte schon bisher einen professionellen Sozialdienst.

Elias Bricker

Den ausführlichen Artikel lesen Sie am Donnerstag in der Neuen Urner Zeitung.