SP fürchtet Rückgang der Artenvielfalt in Uri

SP-Landrätin Chiara Gisler (Altdorf) will vom Regierungsrat wissen, wie viele finanzielle und personelle Ressourcen der Kanton für den Artenschutz aufwendet.

Nino Gisler
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Ein Naturschutzgebiet in Seedorf.

Ein Naturschutzgebiet in Seedorf.

Bild: PD

Im Kanton Uri seien viele Arten im Rückgang und die Qualität schützenswerter Lebensräume nehme stetig ab, schreibt SP-Landrätin Chiara Gisler (Altdorf) in einer Interpellation vom Mittwoch. Eine Studie der Universität Zürich habe gezeigt, dass auf Wildheuflächen im Kanton Uri innerhalb von zehn Jahren ein Artenrückgang von über 30 Prozent zu verzeichnen sei.

Chiara Gisler

Chiara Gisler

Bild: PD

Gisler hält weiter fest, dass gerade beim Schutz der Biotope von nationaler Bedeutung ein gesamtschweizerisches Defizit im Bereich Investitionen in den Unterhalt bestehe. «Ein noch grösseres Defizit besteht bei der Wiederherstellung dieser Biotope», führt Gisler weiter aus. In ihrer Interpellation stellt sie dem Regierungsrat folgende Fragen:

  • Wie hoch ist der Bedarf an Investitionen pro Jahr jeweils für die Pflege der Biotope von nationaler beziehungsweise regionaler Bedeutung im Kanton Uri, mit dem Ziel, den Wert der Biodiversität zu erhalten?
  • Wie hoch ist der Sanierungsbedarf pro Jahr jeweils für die Biotope von nationaler beziehungsweise regionaler Bedeutung im Kanton Uri?
  • Welches ist der Bedarf an finanziellen Mitteln für die weiteren gesetzlichen Aufgaben des Kantons wie Artenförderung oder ökologischer Ausgleich, um eine fachgerechte und ausreichende Umsetzung des Natur- und Heimatschutzes sicherzustellen?
  • Wie viele Mittel werden für die Pflege und die Sanierung der Biotope von nationaler beziehungsweise regionaler Bedeutung vom Kanton effektiv eingesetzt?
  • Wie viele Stellenprozente wären nötig für die gesetzeskonforme Umsetzung des Natur- und Heimatschutzes?
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