SP-Landrätin fordert: Uri soll bis 2030 klimaneutral sein

Der Regierungsrat soll einen Massnahmenplan für eine kantonale Klimapolitik erarbeiten.

Florian Pfister
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Der Kanton Uri soll bis zum Jahr 2030 pro Einwohner maximal so viel CO2 ausstossen, wie die Umwelt ertragen kann. Somit würde der Ausstoss auf sogenannt Netto-Null reduziert. SP-Landrätin Chiara Gisler fordert den Regierungsrat mit einem Postulat dazu auf, einen Massnahmenplan für eine kantonale Klimapolitik vorzulegen. Dieser soll aufzeigen, wie in den Sektoren Verkehr, Gebäude, Industrie, sowie Landwirtschaft und Finanzen das Ziel erreicht werden kann, klimaneutral zu werden.

Demonstration der Klimajugend in Altdorf.

Demonstration der Klimajugend in Altdorf.

Bild: Urs Hanhart (4. September 2020)

Der Regierungsrat soll den Massnahmenplan auf wissenschaftlicher Grundlage erarbeiten. Zudem fordert Gisler, dass die Urner Bevölkerung umfassend über den Zustand der Erde, die Folgen der Erderwärmung sowie Lösungsmöglichkeiten informiert wird. Die Massnahmen zur Erreichung der Ziele sollen sozial, ökologisch und ökonomisch verträglich sein.

Uri soll Vorreiterrolle einnehmen

Die bisherigen Anstrengungen der kantonalen Politik seien ungenügend, heisst es im Postulat weiter. Die kantonale Klimastrategie aus dem Jahr 2011 sei unkonkret, aufgrund fehlender wissenschaftlicher Daten. Einzig im Gebäudesektor seien ausreichende Massnahmen vorhanden, jedoch würden diese alleine bei Weitem nicht genügen.

Der Kanton Uri sei vom Klimawandel besonders betroffen, schreibt Gisler. Die Alpen seien von den steigenden Temperaturen bedroht. Diese würden in der Schweiz doppelt so stark steigen wie im globalen Durchschnitt. Auch mit ehrgeizigen Massnahmen könnten bereits entstandene und zukünftige Schäden nicht mehr vollständig behoben werden. Umso wichtiger sei es, die Klimaerwärmung so minimal wie möglich zu halten.

Im Postulat fordert Gisler, dass der Kanton Uri eine Vorreiterrolle einnehmen und das Nötige tun soll, um seine Einwohner vor den drohenden Gefahren des Klimawandels zu schützen. Das Ziel des Bundesrates, bis 2050 unter dem Strich keine Treibhausgasemissionen mehr auszustossen, reiche ihr nicht.