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SP-Landrat Alex Inderkum: «Antwort der Regierung irritiert»

Alex Inderkum ist nicht zufrieden mit der Antwort des Regierungsrats. Dies geht aus seiner Stellungnahme hervor. Er fordert von der Exekutive, dass sie mehr Initiative ergreift.
Bruno Arnold

«Der Regierungsrat bestätigt in seiner Antwort, dass die Abwärme aus Abwasser erhebliches Potenzial bietet, dass dessen Nutzung sehr sinnvoll und deshalb auch anzustreben ist», hält Alex Inderkum in seiner Stellungnahme zur Antwort fest. Es irritiere deshalb, dass er gleichzeitig für sich keinen Handlungsbedarf sehe.

«Das Förderprogramm des Kantons sieht zwar Beiträge für Wärmepumpen und Fernwärme vor, es bleibt aber unklar, wer diese Beiträge erhalten soll», so der Schattdorfer SP-Landrat. «Kann eine ARA, die ihr Abwasser mit einer Wärmepumpe nutzen will, mit Beiträgen rechnen und, falls ja, in welcher Höhe?», fragt Inderkum. Oder: «Kann der Betreiber eines Fernwärmenetzes, der diese Wärme bei der ARA abholt, mit einem Beitrag rechnen?» Und: «Geht das Geld an die einzelnen Hauseigentümer, die sich an diese Leitung anschliessen lassen, aber eigentlich kein Investitionsrisiko tragen?»

Grosse Investitionen nötig

Die Schaffung der Infrastruktur zur Nutzung der Abwärme aus Abwasser erfordere vorerst grosse Investitionen, die jemand tätigen müsse. Für Inderkum stellt sich daher die Frage, ob der Kanton zum Beispiel eine Verbindungsleitung von der ARA Altdorf zum Fernwärmenetz der Schwimmbad-Heizung oder zum Gebiet Kantonsbahnhof mitfinanzieren würde. Und: «Ist der Kanton bereit, über den Richtplan eine Anschlusspflicht für das Gebiet Moosbad oder ein anderes geeignetes Gebiet zu beschliessen?» Nur so habe ein Investor genügend Sicherheit, mit möglichst wenig Leitungsmetern genügend Wärme verkaufen zu können. Auch frage er sich, warum die Gemeinde keine Anschlusspflicht verfüge, und zwar über eine Änderung der Nutzungsplanung.

Zur Machbarkeitsstudie von 2016 möchte Inderkum wissen: «Warum geht es nicht weiter?» Es sei wohl nicht Sache der Abwasser Uri, sich um die Umsetzung der nationalen Energiestrategie 2050 und der Urner Gesamtenergiestrategie zu kümmern. «Ich erwarte von der Regierung, dass sie die Initiative ergreift.»

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