SP Erstfeld wehrt sich
gegen Ausbau des Majorzes

Nach der Behandlung der Berichte aus verschiedenen Gremien empfiehlt die SP Erstfeld ein «Nein» zum Ausbau der Anzahl Majorzgemeinden bei Landtagswahlen und ein «Nein» zum Planungskredit für die neue Personenunterführung. 

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(pd/jb)

Am vergangenen Montag hat die SP Erstfeld die Berichte aus Gemeinderat, Schulrat, Landrat und Rechnungsprüfungskommission zur Kenntnis genommen. Die Partei freut sich auf die Eröffnung der Sportanlage Pfaffenmatt und unterstützt die Neunutzung des Bahnhofareals und die Erhaltung der Arbeitsplätze bei der Bahn und im EIZ.

Der Entscheid der Landratsmehrheit, die Anzahl Majorzgemeinden bei den Landratswahlen auszuweiten, stösst auf Unverständnis. Dieses «Machtspiel der grossen Parteien» ist am 19. Mai laut der Mitteilung der Partei an der Urne abzulehnen.

Weiter wurden die Geschäfte der Gemeindeversammlung des 27. März behandelt. Die Einbürgerungen sind unumstritten und die SP Erstfeld stimmt der Gemeindeordnung zu. Diese musste aufgrund des neuen Urner Gemeindegesetzes überarbeitet werden, wobei die Finanzlimiten von Gemeinderat und Schulrat moderat erhöht wurden. Auch die neue WC-Anlage beim Kinderspielplatz Jagdmatt sowie die Abrechnung Schlenggenweg fanden Zustimmung.

Planungskredit für neue
Personenunterführung abgelehnt

Zu Diskussionen führte der vom Gemeinderat beantragte Planungskredit für die neue Personenunterführung Schlossbergstrasse. Der Zustand der Bahnhofunterführung ist schlecht. Die Ersetzung der Brückenplatte durch die SBB ermöglicht es, eine separate Personenunterführung zu bauen. Die Alternative wäre eine Sanierung der Bestehenden mit einer Verbreiterung des Trottoirs und Einspurbetrieb.

Die Situation für Velofahrer würde sich verschlechtern. Weiter hätten viele Angst, durchzulaufen und man müsste vom Bahnhof ins EIZ zweimal die Strasse überqueren. Eine Passerelle über die Gleise wäre laut einigen Anwesenden besser. Eine Mehrheit der SP Erstfeld sprach sich gegen den Kredit aus.