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«Spannort» taucht in Unterwasserwelt ein

Die Schattdorder Künstlerin Anna Maria Quaderer stellt ihre Werke im Betagtenheim in Erstfeld aus.
Paul Gwerder
Anna Maria Quaderer stellt ab morgen ihre Werke im Betagtenheim in Erstfeld aus. (Bild: Paul Gwerder)

Anna Maria Quaderer stellt ab morgen ihre Werke im Betagtenheim in Erstfeld aus. (Bild: Paul Gwerder)

Das Betagtenheim Spannort in Erstfeld ist bekannt für seine Bilderausstellungen, denn schon über ein halbes Dutzend Malerinnen und Maler konnten den Bewohnern sowie den vielen Gästen ihre unterschiedlichsten Werke präsentieren.

Ab morgen, 30. August, können dort die farbenprächtigen, exotischen Fische zum Thema Unterwasserwelt, welche die Schattdorfer Künstlerin Anna Maria Quaderer-Ringbach auf Plexiglas gemalt hat, besichtigt werden. Rund 40 Bilder werden in der Cafeteria, im Speisesaal und in den Gängen zu sehen sein.

Als würden die Fische im Aquarium schwimmen

Auf den ersten Blick scheint es, als würden die Fische in einem Aquarium schwimmen. «Bei der ‹Unterwasserwelt› ist diese Art der Malerei für mich eine der dankbarsten, denn so kommen die Fische und deren Umgebung in allen Farbvariationen besonders stark zur Geltung», erklärt die Künstlerin. Erst 1997 begann sie mit dem Experimentieren auf Glas. Die zerriebenen Pigmente sorgen zusammen mit Acrylbinder, Glimmer und Sand für fantastische, kraftvolle Farben. Quaderer versucht, mit begrenzt malerischen Mitteln sich an die Unterwasserwelt heranzutasten und die Formenvielfalt der exotischen Fische zu zeichnen.

Zum Malen kam Quaderer im Jahr 1973, wo sie sich zuerst bei einem zweijährigen Fernkurs an der Neuen Kunstschule Zürich ausbilden liess. Danach folgten viele weitere Kurse bei verschiedenen Institutionen, wo die Themen «Bildfindung in der Malerei» sowie die «Ölmalerei und figürliches Zeichnen» auf dem Programm standen. Von 2001 bis 2015 besuchte sie diverse Wochenkurse bei internationalen Künstlern, in denen sie sich mit der Keramik beschäftigt hatte.

In der ersten Phase ihrer künstlerischen Zeit machte sie zahlreiche Porträtbilder, danach entdeckte sie die Liebe zur Natur. Am Urnersee fand Quaderer einen ihrer Lieblingsorte, von wo sie die mächtigen Urner Berge zeichnete. Diese Acrylbilder zeigen kontrastreich die heimische Bergwelt, die sie alle vor Ort gemalt hat. Es sind zwar oft dieselben Berge, auf den Bildern sehen sie trotzdem immer anders aus, womit sie der Wahrnehmung und Interpretation einen Spielraum offenlässt.

Zu ihrem Metier gehört auch das Töpfern

In ihrem Heim hat die vielseitige Künstlerin auch begonnen zu töpfern. Dabei hat Quaderer viele Keramikbüsten oder auch nur Köpfe hergestellt. Eine Spezialität von ihr sind die modernen Damenschuhe aus Keramik. Anna Maria Quaderer ist immer am Experimentieren, versucht bei ihrer Arbeit «das Unmögliche möglich zu machen». Dazu sagt sie: «Der Weg als Ziel scheint mir wichtig – ob in der Malerei oder in der Keramik – und dazu trainiere ich meinen Erfindungsgeist, indem ich versuche, Uninteressantes zu neuem Leben zu erwecken und dadurch wieder interessant zu machen.»

Die Ausstellung Unterwasserwelt startet morgen, 30. August, und dauert bis zum 30. November. Sie ist montags bis samstags, jeweils von 13.30 bis 18 Uhr, und an Sonntagen von 10 bis 18 Uhr geöffnet. Jeden ersten Sonntag im Monat ist die Künstlerin ausserdem von 14 bis 16.30 Uhr anwesend.

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