Vielen Dank für Ihre Registrierung. Sie haben den Aktivierungslink für Ihr Benutzerkonto per E-Mail erhalten.

Vielen Dank für Ihre Anmeldung.

Der Spatenstich für Kunstrasenplatz in Schattdorf ist erfolgt

Der Fussballplatz Grüner Wald wird für 1,65 Millionen Franken von Natur- auf Kunstrasen umgerüstet. Ab Mitte oder Ende April soll der FC Schattdorf auf dem neuen Terrain die ersten Meisterschaftsspiele austragen können.
Urs Hanhart
Von links: René Deplazes, Iwan Bissig, Bruno Gamma, Josef Schuler, Christian Zobrist und Walter Schuler beim Spatenstich auf dem Sportplatz Grüner Wald. (Bild: Urs Hanhart, Schattdorf, 18. Januar 2019)

Von links: René Deplazes, Iwan Bissig, Bruno Gamma, Josef Schuler, Christian Zobrist und Walter Schuler beim Spatenstich auf dem Sportplatz Grüner Wald. (Bild: Urs Hanhart, Schattdorf, 18. Januar 2019)

Momentan ist die regionale Fussballmeisterschaft in der Winterpause. Erst ab Ende März wird wieder dem runden Leder nachgejagt. Dann beginnt nämlich die Rückrunde. Trotzdem tut sich bereits jetzt etwas im leicht mit Schnee angezuckerten Stadion Grüner Wald in Schattdorf. In der Heimarena des FC Schattdorf ist am Freitag bei eisiger Kälte ein stattlicher Bagger aufgefahren.

Zugegen waren auch – nebst hochrangigen Funktionären des Heimclubs – Vertreter der Standortgemeinde, der Bildungs- und Kulturdirektion, der Korporation Uri sowie des Bauplaners und Bauunternehmers. Sie alle schnappten sich eine blaue Schaufel und vollzogen den Spatenstich. Mit dieser Aktion wurde der offizielle Startschuss für die Umrüstung des bisherigen Natur- auf Kunstrasen gegeben. Der Bagger kam allerdings noch nicht zum Einsatz. So richtig lanciert werden die Bauarbeiten erst am kommenden Montag.

Die Bauzeit dauert rund drei Monate

«Ich danke allen, die dazu beigetragen haben, dass wir heute mit unserem Kunstrasenprojekt loslegen können, insbesondere dem Kanton für die finanzielle und moralische Unterstützung sowie der Gemeinde», sagte der Präsident des FC Schattdorf, René Deplazes. Projektleiter Iwan Bissig sprach im Zusammenhang mit dem Start der Bautätigkeiten von einem «ganz wichtigen Meilenstein». Er wies darauf hin, dass das Bauprogramm sehr stark von den Witterungsbedingungen abhänge. «Wir hoffen jetzt auf kaltes und trockenes Wetter, um den Fahrplan einhalten zu können», so Bissig. Geplant ist, bis Mitte März als Unterbau den Drainasphalt einzubringen. Danach wird eine Kunststoff-Zwischenschicht verlegt. Zum Schluss wird der Kunstrasen-Teppich ausgerollt.

«Unser Ziel ist es, die Bauarbeiten im Zeitraum Mitte oder Ende April zu beenden, sodass wir dannzumal auf Kunstrasen mit der Meisterschaft weiterfahren können», verriet der Projektleiter. Der Vorsteher des Sportamts Uri, Peter Sommer, würdigte das grosse Engagement des FC Schattdorf. Die Leistungen des Vereins, vor allem auch bezüglich Fronarbeit, seien enorm und könnten nicht hoch genug eingeschätzt werden. «Ich freue mich sehr, dass nach Erstfeld schon bald auch in Schattdorf ein Kunstrasen in Betrieb genommen werden kann», betonte Sommer. «Nun bleibt zu hoffen, dass es auch in Altdorf gelingt, ein Kunstrasen-Projekt zu realisieren.»

Die Umrüstung in einen Kunstrasen ist mit Gesamtkosten von 1,65 Millionen Franken budgetiert. Allein der Unterbau kostet rund 950’000 Franken. Der Kanton steuert eine halbe Million Franken bei und die Gemeinde 950’000 Franken. Den Rest übernimmt der FC Schattdorf als Bauherr. Beim Stadion Grüner Wald gibt es eine recht spezielle Konstellation. Der Boden gehört der Korporation Uri. Diese vermietet ihn an die Gemeinde Schattdorf; der FC Schattdorf ist der Untermieter des Bodens.

Die akute Platznot zwingt zum Handeln

Dass in Schattdorf fussballerisch auf Kunstrasen umgeschwenkt wird, hängt mit dem akuten Fussballplatz-Mangel zusammen. «Nach dem Verlust der Plätze in der Kastelen waren wir gezwungen, zu Trainingszwecken auf Nachbargemeinden auszuweichen, was logistisch wie auch finanziell sehr aufwendig war. Die einzige Alternative war das Umschwenken auf Kunstrasen», so Bissig. «Man kann diesen viel intensiver nutzen und ist nicht abhängig von den Witterungsverhältnissen. Das ist ein grosser Vorteil. Fusballer würden ansich lieber auf Naturrasen spielen. Aber aufgrund der aktuellen Situation ist nichts anderes übrig geblieben, als umzurüsten.»

Das Stadion Grüner Wald wird höchstwahrscheinlich beim Start in die Rückrunde noch nicht zur Verfügung stehen. Deshalb wird das eine oder andere Spiel wohl auf dem in die Jahre gekommenen Kunstrasenplatz auf der Sportanlage Grundmatte verlegt.

Merkliste

Hier speichern Sie interessante Artikel, um sie später zu lesen.

  • Legen Sie Ihr persönliches Archiv an.
  • Finden Sie gespeicherte Artikel schnell und einfach.
  • Lesen Sie Ihre Artikel auf allen Geräten.