Spatenstich
«Verliebt in Amsteg»: Nun wird das Sport- und Ärztezentrum gebaut

In Amsteg entsteht für 3,25 Millionen Franken ein neues Sport- und Ärztezentrum. Trainiert werden dort vor allem Unihockey und Handball.

Florian Arnold
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In Amsteg wird zurzeit gebaut, was das Zeug hält: Wohin man blickt, sind Baumaschinen am Werk. Und nun kommt eine weitere Grossbaustelle hinzu. Am Freitagabend wurde der Spatenstich für das neue Sport- und Ärztezentrum gefeiert. Investoren und Projektbeteiligte griffen zur Schaufel, an vorderster Front posierten die Vertreter der Sportvereine Floorball Uri, Handballclub KTV Altdorf und Sportverein Amsteg.

Spatenstich zum neuen Sport- und Ärztezentrum Amsteg (vorne von links): Dario Brand vom Handballklub, Rolf Arnold von Floorball Uri und Andreas Gerig vom Sportverein Amsteg freuen sich jetzt schon auf die Halle.

Spatenstich zum neuen Sport- und Ärztezentrum Amsteg (vorne von links): Dario Brand vom Handballklub, Rolf Arnold von Floorball Uri und Andreas Gerig vom Sportverein Amsteg freuen sich jetzt schon auf die Halle.

Bild: Florian Arnold (Amsteg, 30. April 2021)

Auf dem ehemaligen Neat-Areal entsteht auf dem Grundriss von 45 auf 48 Meter ein Stahlbau von 10,5 Metern Höhe. Darin enthalten sind neben einer Gemeinschaftspraxis und einem Restaurant mit rund 80 Sitzplätzen auch eine Dreifachturnhalle mit einer Tribüne, die 230 Sitzplätze bietet. Hauptbenutzer dieser wird der Unihockeyklub Floorball Uri sein, der die Halle an drei Abenden pro Woche belegen wird. Der Handballklub wird einen Abend für eigene Trainings in Anspruch nehmen, an einem Abend steht die Halle lokalen Vereinen zur Verfügung. An Wochenenden können auch Wettkämpfe ausgetragen werden.

Wieder zum Normalbetrieb zurück

Floorball und Handballklub hatten sich nach dem Brand der gemeinsamen Baldini-Halle in Altdorf nach neuen Trainingsmöglichkeiten umgesehen. Während ein Projekt in Flüelen scheiterte, soll jenes in Amsteg nun zum Erfolg werden. «Wir sind verliebt in Amsteg», sagte Hans Traxel, Präsident von Floorball Uri, auch wenn für viele Vereinsmitglieder, die im Raum Altdorf wohnen, nun ein längerer Weg ins Training entsteht. David Bär, Präsident vom HC KTV Altdorf, relativiert: «Verglichen mit Sportvereinen in einer Stadt sind unsere Wege immer noch kurz.» Im Verein werde man die Trainings aber so gestalten, dass die älteren, «mobilen» Mitglieder in Amsteg trainieren werden, während die Junioren weiterhin hauptsächlich in Altdorf bleiben können. Bär sagte auch, dass man die Trainings nicht ausbauen könne, sondern durch die neue Halle wieder zum Normalbetrieb zurückkehre. Als Vorteil von Amsteg erachtet er auch, dass das Einzugsgebiet für den Verein vergrössert wird.

Das sportliche Projekt legt auch ein sportliches Tempo vor. Gemeindepräsident Hermann Epp, der selber ins Projekt investiert, zeigte auf, dass von den ersten Ideen bei einer Klausurtagung des Gemeinderats Silenen bis zum Spatenstich gerade mal ein Jahr vergangen ist. So etwas sei nur möglich, wenn die richtigen Leute an Bord seien, stellte er fest. «Es braucht die Initiative vor Ort», unterstrich auch Bildungsdirektor Beat Jörg. Das Projekt sei ein Musterbeispiel für die Verknüpfung von Sport und Gesundheit. Und Lukas Wyrsch, Verwalter der Korporation Uri, sprach von einem «sehr zukunftsorientierten Projekt».

Ein Jahr von Idee zum Spatenstich

Für Gemeindevizepräsident Willy Lussmann ist das Zentrum ein «Sechser im Lotto». Dabei war für das Projekt viel Überzeugungsarbeit nötig. Anwohner hatten schon früh den Mehrwert der Halle in Frage gestellt. Doch schliesslich wurde deutlich der Änderung der Nutzungsplanung zugestimmt. Auch der Gemeindebeitrag von 150'000 Franken an die Dreifachturnhalle wurde mit deutlichem Mehr gutgeheissen. An der Urne sagten die Silener schliesslich auch Ja zu einem zinslosen Darlehen von 480'000 Franken. Der Kanton beteiligt sich mit einem Beitrag von 240'000 Franken am zinslosen und auf zehn Jahre befristeten Darlehen. Insgesamt wird mit Kosten von 3,25 Millionen Franken gerechnet. Die Halle soll im Sommer 2022 fertiggestellt und bezugsbereit sein.