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Sperrung der Haldistrasse birgt Zündstoff

Der Bürgerrat Schattdorf wird neu in einem Co-Präsidium geleitet. Zu reden gibt ein geplanter Holzschlag im Lehntal und die damit verbundene Strassensperrung.
Markus Zwyssig
Ida Schuler und Adrian Zgraggen treten im Co-Präsidium die Nachfolge von Othmar Schuler (rechts) an. Betriebsleiter Hubert Gamma (Dritter von links) konnte sein 30-Jahr-Jubiläum feiern. (Bild: Markus Zwyssig (Schattdorf, 29. November 2018))

Ida Schuler und Adrian Zgraggen treten im Co-Präsidium die Nachfolge von Othmar Schuler (rechts) an. Betriebsleiter Hubert Gamma (Dritter von links) konnte sein 30-Jahr-Jubiläum feiern. (Bild: Markus Zwyssig (Schattdorf, 29. November 2018))

Aufgrund eines geplanten grossen Holzschlags soll die land- und forstwirtschaftliche Erschliessungsstrasse aufs Haldi Anfang kommenden Jahres während rund acht Wochen tagsüber gesperrt werden. Die Sperrung erfolgt vor allem aus Sicherheitsgründen, da eine grössere Menge an Steinen vom Holzschlaggebiet im Lehntal auf die Strasse donnern könnte.

Die geschlossene Strasse sorgte am Donnerstag, 29. November, an der Versammlung der Korporationsbürgergemeinde Schattdorf für Diskussionen. «Das Thema hat viele, zum Teil emotionale Reaktionen ausgelöst», sagte Präsident Othmar Schuler. Beat Zgraggen, Mitglied im Korporationsbürgerrat, zeigte den 54 Stimmberechtigten auf, dass ein Notfallkonzept für Blaulichtorganisationen in Planung ist. Abgeklärt wird auch, wie in dieser Zeit der Transport der Post aufs Haldi erfolgen soll. Die Haldibergler werden per Flyer, SMS oder mit einer Whatsapp-Gruppe informiert. Die Sperrungen werden signalisiert und dauern jeweils von zirka 8 Uhr bis 17 Uhr.

Für Besamer und Vieharzt braucht es Sonderöffnungen

Wie sich an der Versammlung zeigte, muss eine Lösung vor allem für den Besamer und den Vieharzt gefunden werden, welche oft kurzfristig aufs Haldi müssen. Beat Zgraggen hofft, dass man in Gesprächen gemeinsam Lösungen findet. Er betonte aber auch, dass man vor jeder Öffnung der Strasse entsprechende Kontrollgänge im Gebiet des Holzschlags machen müsse.

«Die von uns ausgewiesenen Kosten sollen von den Gemeinden Schattdorf und Bürglen sowie von der Bürgergemeinde Schattdorf gemeinsam getragen werden»

- Ida Schuler

Die Strasse aufs Haldi gibt aber auch sonst zu reden. Bereinigt wird zurzeit, wer über welche Strasse die Hoheit hat. Die Waldstrasse vom Platti zum Lusserstein auf dem Haldi soll für Forst und Landwirtschaft offen stehen. Die Bürgergemeinde kann aber nicht den gesamten Unterhalt selber tragen. «Die von uns ausgewiesenen Kosten sollen von den Gemeinden Schattdorf und Bürglen sowie von der Bürgergemeinde Schattdorf gemeinsam getragen werden», sagte Schuler. Gemeinderat Reto Jäger führte aus, dass die entsprechende Leistungsvereinbarung bezüglich Strassenunterhalt gekündigt werde. Die Gemeinde wolle sich aber nicht aus der Verantwortung ziehen. «Wir werden zusammen sitzen und gemeinsam eine Lösung suchen, die für alle stimmt», versprach er.

Einstimmig genehmigt wurde das Budget 2019 der Waldverwaltung. Verwalter Markus Arnold stellte die Zahlen vor. Bei einem Aufwand von insgesamt 625'500 Franken wird mit einem Minus von 14'970 Franken gerechnet. Einstimmig gutgeheissen wurde auch der Antrag für die Beschaffung von zwei Containern beim Forstmagazin. Dies wird notwendig, weil das Gebäude aus allen Nähten platzt. Beat Zgraggen zeigte auf, dass Materialien und Betriebsstoffe in einem Container optimal und sicher gelagert werden können. Dieser kostet 20'000 Franken. Zudem braucht es einen Büro- und Mannschaftscontainer, der rund 50'000 Franken kostet.

Die Gesamtwahlen im Korporationsbürgerrat waren eine klare Sache. Othmar Schuler trat nach zwölf Amtsjahren zurück. Ida Schuler und Adrian Zgraggen wurden neu als Co-Präsidenten gewählt. Verwalter und Vizepräsident Markus Arnold sowie Mitglied Beat Zgraggen wurden einstimmig wiedergewählt. Als neues Mitglied im Bürgerrat wurde Michi Gisler-Briker vorgeschlagen und einstimmig gewählt.

In der Rechnungsprüfungskommission wurde Präsidentin Alice Eller sowie die Mitglieder Verena Bissig, Rolf Schuler und Bernhard Gisler in globo wiedergewählt. Hans Welti und Alois Gisler wurden als Alpvögte Oberfeld und Gampelen für die Amtsdauer 2019–2020 bestätigt.

Grosser Einsatz von Gamma und Schuler

Gratulationen gingen an Hubert Gamma, der sein 30-Jahr-Jubiläum feiern konnte. Jahr für Jahr sei der Betriebsleiter im Forstrevier Schattdorf-Bürglen 220 Tage im Wald. Und auch in den Ferien sei er oft im Wald, denn dann gehe er auf die Jagd. Demnach war Gamma in den vergangenen drei Jahrzehnten 6600 Tage im Wald unterwegs. Ida Schuler bedankte sich bei Otmar Schuler für seine langjährige Tätigkeit. Zwölf Jahre lang war Schuler im Rat, seit 2010 Präsident.

Der Christbaumverkauf beim «Tanzhüs» findet am 15. Dezember statt.

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