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SPILAU: Urner Alp hat neue Attraktion

Das Bruder-Klaus-«Chappäli» ist zum 50-Jahr- Jubiläum nicht nur saniert, sondern zu einem «Chiläli» umgebaut worden. Am 19. Juli wird das Bijou eingeweiht.
Neuerdings schmücken ein spezielles Türmchen und ein passendes Glöcklein das Spilau-«Chiläli». (Bild Bruno Arnold)

Neuerdings schmücken ein spezielles Türmchen und ein passendes Glöcklein das Spilau-«Chiläli». (Bild Bruno Arnold)

Bruno Arnold

1964 hat der Altdorfer Älpler Hans Stadler-Furrer auf der Alp Spilau in unmittelbarer Nähe der Bergstation der Seilbahn ChäppelibergSpilau mit dem Bau des Mauerwerks für eine kleine Kapelle begonnen. Der Flüeler Zimmermann Paul Stadler-Walker erstellte die Holzkonstruktion und deckte das Giebeldach mit Holzschindeln. Der schlichte Altar entstand in der Werkstatt des Flüeler Kunsthandwerkers Toni Walker, der auch die Statuen des heiligen Bruder Klaus und des heiligen Wendelin schnitzte, die noch heute das Innere der Kapelle ausstatten. 1965 konnte das gelungene Werk feierlich eingeweiht werden. Maria Stadler-Furrer sorgte in der Folge dafür, dass die Kapelle jeweils mit frischen Alpblumen geschmückt wurde. Während des Alpsommers wurde in der Folge jeden Sonntag eine heilige Messe gefeiert. Das Spilauer Chappäli gehört mittlerweile zur Alp wie die Seilbahn, mit der das Gebiet seit bald 50 Jahren vom Chäppeliberg aus erschlossen wird.

Das Werk des Vaters erhalten

Als Hans Stadler-Arnold 1993 die Alpung übernahm, war es ihm und seiner Frau Agnes ein grosses Anliegen, das Werk seines Vaters unbedingt zu erhalten und die Spilau-Tradition fortzuführen. «Leider war es schwierig, jeden Sonntag einen Priester zu finden, der bereit war, auf der Alp Spilau eine heilige Messe zu feiern», sagt der 70-jährige Älpler, der den Betrieb mittlerweile seinem Sohn Andreas übergeben hat. «Unser Ziel ist es aber nach wie vor, mindestens zwei- bis dreimal pro Alpsommer einen Gottesdienst zu feiern», sagt Hans Stadler.

1992 war das Dach der Bruder-Klaus-Kapelle mit neuen Holzschindeln gedeckt worden. Und auch auf das 50-Jahr-Jubiläum hin dachte er eigentlich nur an eine «sanfte Sanierung». Doch sein Schwiegersohn Peter Stadler und auch Sohn Andreas Stadler sahen das etwas anders. Sie sanierten, unterstützt von vielen fleissigen Händen, nicht nur das Mauerwerk, sondern ersetzten auch das Giebeldach durch eine ganz spezielle Rundholzkonstruktion mit Holz aus dem Flüeler Ruotzig. Und statt neue Holzschindeln erhielt das «Chappäli» einerseits ein modernes Prefa-Dach und gleich auch noch ein passendes Türmchen und ein kleines Glöcklein. «Für mich wurde da ein richtiges Wunderwerk geschaffen», sagt Hans Stadler-Arnold. «Jetzt haben wir auf Spilau nicht mehr nur ein ‹Chappäli›, sondern ein richtiges ‹Chiläli›», freut er sich sichtlich beim Blick auf das gelungene Bauwerk in der herrlichen Berglandschaft.

«Chiläli» wird eingeweiht

Am kommenden Sonntag, 19. Juli, um 12 Uhr wird nicht nur das 50-Jahr-Jubiläum des Baus des «Chappälis» gefeiert, sondern auch die Einweihung des ­neuen Bruder-Klaus-»Chilälis» vollzogen. Der ehemalige Seedorfer Pfarrer Walter ­Bucher wird die heilige Messe feiern. Für die musikalische Umrahmung sorgt das Jodlerinnenduo Yvonne Reichlin und Esther Styger aus Steinerberg, begleitet von Sonja Schälin. Franz Zihlmann aus Buochs, ein Schulkollege von Hans Stadler-Arnold, wird mit seinem Alphorn ebenfalls für passende Klänge sorgen. Mit einem Apéro und einem gemütlichen Zusammensein wird die sonntägliche Feier auf der Alp Spilau abgerundet.

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