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SPIRINGEN: Es fliegen die «Stäckä»

Angefressene massen sich am Samstag im Stäckämettlä. Es ging um die Innerschweizer Meisterschaft. Die Anzahl Teilnehmer hielt sich allerdings in Grenzen.
Robert Kuster
OK-Präsident Toni Welti während des Wettkampfs. (Bild: Robert Kuster (Spiringen, 16. September 2017))

OK-Präsident Toni Welti während des Wettkampfs. (Bild: Robert Kuster (Spiringen, 16. September 2017))

Robert Kuster

redaktion@urnerzeitung.ch

Auch wenn das Stäckämettlä noch nicht olympisch ist, herrschte am vergangenen Samstag auf dem Holzboden in Spi­ringen richtige Wettkampfstimmung. Schon vor 9 Uhr wärmten sich die 13 Mannschaften auf und stählten ihre Armmuskulatur, um beim Turnier nicht noch eine Zerrung zu riskieren, denn es war kühl.

Wie OK-Präsident Toni Welti sagte, hätte man sich eine etwas grössere Beteiligung gewünscht. 40 Teilnehmer wurden gezählt. Welches die Gründe waren, dass das elfte Turnier in Uri weniger gut besucht war als üblicher­weise, wusste er nicht. Der Wettkampf war vom OK, bestehend aus sechs Leuten, gut vorbereitet worden, die Plätze für die Austragung markiert und die 400 neuen Stöcke aus Eschenholz auf dem Handwagen zur Verteilung bereit. Man rechne mit rund 20 zerbrochenen Stöcken, meinte Edi Tresch.

Die Schiedsrichter sind meist ehemalige Spieler wie Stefan Huwyler, der schon an fünf Turnieren aktiv war und nun zum fünften Mal als Schiedsrichter mitwirkte. Als Schreiberinnen waren am Samstag mehrheitlich Mädchen von Teilnehmern oder von den Dorfvereinen im Einsatz. Der Speaker Reto Kempf bezeichnete sich nicht als Stäckämettlär, sondern als Helfer, von denen es ­einige am Grillstand oder beim Mettlerbrätt benötigte. Dort wurde nämlich ein Einzelwettkampf durchgeführt. Am Hauptturnier selber waren in diesem Jahr nur gemischte (2 Herren, 1 Dame) und reine Männermannschaften zugelassen. Die Mannschafts­namen entsprachen ganz dem Charakter des Turniers, die Sache nämlich nicht allzu ernst zu nehmen und Geselligkeit zu pflegen. Es gab etwa die «Linggi Händ», «dr Brünis», «Joy», «disi drii»

Stäckämettlä mehrheitlich urnerisch

OK-Präsident Toni Welti konnte nicht genau sagen, woher das Stäckämettlä komme. Wahrscheinlich sei das Spiel sehr alt. Er habe schon als Kind ganze Nachmittage damit verbracht, meinte der 56-jährige dreifache Familienvater aus Schattdorf. Die Urner hätten dann vor mehr als zehn Jahren einen Wettkampfsport mit eigenen Regeln daraus gemacht, der inzwischen auch in Schwyz und Nidwalden mit den gleichen Grundregeln ausgeübt werde. Anfänglich wurden zehn Turniere auf dem Holzboden in jährlicher Folge aus­getragen. Neu sollen sie im Zweijahresrhythmus abwechselnd mit Stans durchgeführt werden. Schwyz hat sich für eine jährliche Austragung entschieden. Wie Toni Welti sagte, gebe es nur noch im Ramsen, Schaffhausen, ein ähnliches Turnier, an welchem er schon mehrmals teilgenommen habe.

Ein erschwinglicher Sport

Auf die Frage, warum ihm das Stäckämettlä besonders gefalle, zögerte Toni Welti. Wenn er aber mit Pfeife und vollem Einsatz die Stöcke in den Boden rammte, war die Antwort eigentlich klar. Stäckmettlär sind gemütliche Sportler, die den Kick nicht in der Gefahrenwelt suchen. Der Einsatz von 20 Franken für ein Stäckämettlär-Turnier ist auch für jedermann tragbar. Mehr Sorgen macht den Organisatoren die Finanzierung eines Turniers. «Ohne Sponsoren geht nichts», so Toni Welti. Die Stäckämettlär kennen keine Jahresmeisterschaft. Es sind lediglich die Turniere, an denen man sich mit anderen messen kann. Am 28. April des nächsten Jahres werden sie sich am «Stäckelturnier» in Stans treffen. Mitmachen können dort wieder Teams von drei bis vier Personen (Männer, Frauen oder Mixed) und Junioren (10 bis 15 Jahre).

Aus der Rangliste

Einzelwettkampf: 1. Erich Steiner; 2. Bruno Beffa; 3. Patrick Wyrsch. Mixed: 1. Martello; 2. Joy; 3. ImTeamInTeam. Herren: 1. Haili & Co; 2. Schwyz; 3. disi drii. Brättspiel: 1. Toni Welti; 2. Mario Gisler; 3. Markus Herger. Plauschturnier: 1. Dario Herger; 2. Sandro Herger; 3. Leonie Baumann.

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