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SPIRINGEN: Gemeinderat will Rösslistutz und Parkplatz sanieren

Die Gemeinde budgetiert für das kommende Jahr ein Defizit. Dennoch sollen die Strassengenossenschaften künftig mehr Geld für die Schneeräumung erhalten. Zudem wählen die Spirgner am Donnerstag zwei zusätzliche Gemeinderäte.
Elias Bricker
Der Gemeinderat will die Strasse beim Rösslistutz sanieren. (Bild: Elias Bricker (Springen, 18. Dezember 2015))

Der Gemeinderat will die Strasse beim Rösslistutz sanieren. (Bild: Elias Bricker (Springen, 18. Dezember 2015))

Den Spirgnern steht am Donnerstag eine reichbefrachtete Gemeindeversammlung bevor. Auf der Traktandenliste steht unter anderem das Budget 2018. Die Gemeinde rechnet im kommenden Jahr mit einem Aufwandüberschuss von 61 800 Franken – dies bei einem Gesamtaufwand von rund 3,124 Millionen Franken. Zwar entlasten die in den Vorjahren getätigten zusätzlichen Abschreibungen das Budget. Doch für 2018 sind bereits die Abschreibungen der ersten Etappe der Sanierung Kreisschulhaus vorgesehen.

Spiringen rechnet mit Nettoinvestitionen von 570 000 Franken. Der Löwenanteil macht mit 549000 Franken die Sanierung des Kreisschulhauses aus. Überdies sind für Investitionen bei der Wasserversorgung 28000 Franken reserviert. Dennoch beantragt der Gemeinderat, den Steuerfuss bei 115 Prozent und den Kapitalsteuersatz bei 2,4 Prozent zu belassen.

Rösslistutz hat im Winter ein Sicherheitsproblem

An der Gemeindeversammlung müssen die Einwohner von Spiringen zudem über ein Kreditbegehren von 45000 Franken befinden für die Beschaffung von neuen Brandschutzbekleidungen für die Feuerwehr Spiringen. Denn der Feuerwehrverband Uri hat bei der jährlichen Inspektion der Feuerwehr Spiringen 2016 die Brandschutzbekleidung bemängelt. Die Ausrüstung genüge nicht mehr dem heutigen Standard. Der Kanton wird die Anschaffung mit 9000 Franken aus dem Feuerlöschfonds unterstützen, respektive es werden 20 Prozent der effektiven Anschaffungskosten übernommen.

Weiter beantragt der Gemeinderat 32 000 Franken für die Sanierung des Parkplatzes vor der Gemeindeverwaltung. Denn dieser weist viele Belagsrisse und Belagsschäden auf. Die Belagsrisse wurden zwar vor ­einigen Jahren provisorisch mit Bitumenmasse gefüllt. Doch diese Sanierungsmethode hat sich nicht bewährt. Die Bitumenmasse leidet stark bei ­heissen Sommertemperaturen. Zudem haben die Witterungseinflüsse dazu geführt, dass ­ die Parkplatzmarkierungen fast nicht mehr sichtbar sind.

Ebenfalls möchte der Gemeinderat die Gemeindestrasse beim Verzweiger von der Klausenstrasse in die Talstrasse respektive in den Rösslistutz sanieren. Denn auch diese Strasse weist sehr viele Belagsrisse auf, und in der Steigung zum Haus Rösslistutz 1 gibt es zudem ein grosses Belagsloch. Aufgrund der vorhandenen Belagsunebenheiten läuft das Wasser zudem nicht mehr in die dafür vorgesehene Strassenentwässerung, und im Winter bilden sich daher kleine Eisflächen, was ein Sicherheits­risiko darstellt. Die Gemeinde rechnet mit Kosten von rund 90 000 Franken.

Private räumen günstig Schnee

Aufgrund von verschiedenen Vorstössen an Gemeindeversammlungen hat sich der Gemeinderat nun entschlossen, eine Vorlage für einen jährlichen Beitrag an die Schneeräumung von Genossenschaftsstrassen zu erarbeiten. Dafür hat der Gemeinderat eine Strassenkarte erstellen lassen und die verschiedenen Strassenabschnitte berechnen lassen. Gesamthaft beträgt das Strassennetz «Sonnenhalb» rund 32 Kilometer. Diese werden in 20 Kilometer Haupt- und 12 Kilometer Nebenstränge aufgeteilt. In Spiringen hat es zurzeit sechs verschiedene private Organisationen, welche die Schneeräumungen der Hauptstränge ausführen.

Die Kosten für die Schneeräumung auf den Hauptsträngen belaufen sich je nach Winter auf 25000 bis 40000 Franken. Die Schneeräumungsarbeiten der privaten Organisationen können relativ günstig ausgeführt werden, da ein tiefer Stundenansatz verrechnet wird. Zum Vergleich: Die Kosten für die Schneeräumung der Gemeindestrassen von rund einem Kilometer Länge und den drei Parkplätzen belaufen sich je nach Winter auf 12000 bis 18000 Franken.

Der Gemeinderat Spiringen beantragt nun, den sechs Schneeräumungsorganisationen «Sonnenhalb» jährlich den gleichen Betrag zu überweisen, wie für die Schneeräumung der Gemeindestrassen anfallen. Die Aufteilung des Betrags an die sechs Schneeräumungsorganisationen soll prozentual nach Anzahl Metern berechnet werden.

Spirgner entlasten Planungskommission

Am 24. September haben die Schächentaler Stimmbürger zudem dem Kreditbegehren von 5,2 Millionen Franken für die Sanierung des Kreisschulhauses zugestimmt. An der Gemeindeversammlung kann nun die Planungskommission, welche die Sanierung in die Wege geleitet hatte, von Seiten der Gemeinde Spiringen entlasten. Dies sind Präsident Erwin Imhof, Josef Arnold und Anton Arnold als Vertreter von Spiringen sowie Robert Kempf und Heinz Arnold als Vertreter von Unterschächen.

In den Sommerferien 2018 sollen die Sanierungsarbeiten starten. Nun gilt es aber an der Gemeindeversammlung eine Baukommission zu bestimmen und deren Kompetenzen zu definieren. Zudem ist geplant, dass die Rechnungsführung von den Rechnungsprüfungskommissionen Spiringen und Unterschächen übernommen wird.

Gemeinderat wird personell aufgestockt

An der Gemeindeversammlung müssen die Spirgner zudem zwei zusätzliche Gemeinderäte wählen. Denn die Gemeindeversammlung im Mai beschloss, die Exekutive um zwei Personen auf neu sieben Mitglieder aufzustocken. Gemäss Gemeindeschreiber Rolf Baumann wird voraussichtlich der Gemeinderat am kommenden Donnerstag mindestens zwei Vorschläge machen.

Zudem wird der Gemeinderat über den Stand der geplanten Teilrevision der Nutzungsplanung orientieren. Über die Revision werden die Einwohner von Spiringen voraussichtlich im kommenden Frühjahr befinden können.

Elias Bricker

elias.bricker@urnerzeitung.ch

Hinweis

Die Gemeindeversammlung findet am 9 November um 19.30 Uhr im Mehrzwecklokal des Primarschulhauses in Spiringen statt – und im Anschluss daran die Versammlung der Kirchgemeinde.

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