Spiringen
Kunsteisbahn nimmt Fahrt auf – Start verzögert sich aber

Die Rechnung und ein Kredit waren an der Gemeindeversammlung unbestritten. Eine Wahl wurde verschoben. Informiert wurde über ein 4-Millionen-Projekt.

Markus Zwyssig
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So soll die Kunsteisbahn auf dem Holzboden in Spiringen dereinst aussehen.

So soll die Kunsteisbahn auf dem Holzboden in Spiringen dereinst aussehen.

Visualisierung PD

Im Kanton Uri wird der Traum einer eigenen Kunsteisbahn Realität. Davon zeigte sich Urs Imholz, Präsident der Planungskommission, an der Gemeindeversammlung am Donnerstagabend in Spiringen überzeugt. Beim Grossprojekt wird mit Kosten von fast 4 Millionen Franken gerechnet. 3 Millionen Franken sollen von der öffentlichen Hand kommen: Gelder der Neuen Regionalpolitik (NRP) sowie von Kanton und Gemeinden. 1 Million Franken sollen Genossenschafter, Private, Sponsoren und Stiftungen beitragen.

Die Gemeinde Spiringen investiert insgesamt rund 750'000 Franken. Dazu gehören die bereits gesprochenen 5000 Franken für eine Machbarkeitsstudie sowie 50'000 Franken für einen Planungskredit. Zudem ist die Gemeinde bereit, der noch zu gründenden Genossenschaft den Sportplatz Holzboden und die Infrastruktur mit dem Mehrzwecklokal im Baurecht zur Verfügung zu stellen. Der Entscheid dazu soll an der Gemeindeversammlung im Herbst erfolgen.

Das Grossprojekt erfährt einen grossen Rückhalt in der Bevölkerung. So sind bei der Migros-Aktion «Support your sport» mehr als 53'000 Bons dem Projekt zugeteilt worden. Dabei handelt es sich um das zweithöchste Ergebnis von über 9000 Vereinen. Auch sind inzwischen 250 private Spenden eingegangen, 400 Anteilscheine à 250 Franken gezeichnet und übers Crowdfunding 120 finanzielle Beiträge gespendet worden.

Vorstoss im Landrat zur finanziellen Unterstützung des Projekts

Eigentlich hätte man mit den Bauarbeiten der Kunsteisbahn bereits im kommenden Jahr beginnen wollen. Dies verzögert sich nun jedoch um rund ein Jahr. Grund dafür ist, dass man sich zuerst finanziell absichern will. Um eine finanzielle Unterstützung für die Kunsteisbahn auf politischer Ebene zu erreichen, wird im Landrat ein entsprechender Vorstoss eingereicht.

Enttäuscht über Mehrkosten bei der Kreischule

Gemeindepräsident Toni Arnold informierte die 47 Stimmberechtigten, dass es bei der Sanierung des Kreisschulhauses zu Mehrkosten kommt. Die Spirgner und Unterschächner haben 2017 einem Kredit von 5,2 Millionen Franken zugestimmt. Die aktuelle Übersicht weist Kosten von 5,47 Millionen aus. Die zu erwartenden Mehrkosten betragen 250'000 Franken. Es muss jedoch kein Zusatzkredit beantragt werden, die Toleranz liegt bei plus/minus 10 Prozent. Aus der Versammlung meldeten sich zwei Stimmen, die sich enttäuscht zeigten, über die Mehrkosten. Sie monierten, dass man dies bei der Planung besser hätte berücksichtigen sollen.

Nachfolger soll im Herbst bestimmt werden

Die Ersatzwahl eines Gemeinderatsmitglieds für den zurücktretenden Heinz Scheiber wurde abtraktandiert und auf die Herbstversammlung verschoben. Dies, weil die Wahl kurzfristig angesetzt und bisher noch keine abschliessende Lösung gefunden werden konnte. Einstimmig wieder gewählt wurden hingegen Margrith Baumann-Arnold und Tobias Imhof-Planzer.

Einstimmig genehmigt wurde die von Heinz Scheiber präsentierte Rechnung. Diese schliesst bei einem Aufwand von mehr als 3,6 Millionen Franken mit einem kleinen Plus von gut 1000 Franken. Unbestritten war auch der Ersatz eines zweiten Feuerwehrfahrzeugs. Gemeinderätin Bernadette Bissig-Gisler hatte das Geschäft vorgestellt. Ein Kredit von 75'000 Franken wurde einstimmig gutgeheissen.