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SPIRINGEN: Schützengesellschaft Spiringen ehrte seine Sieger

Am Familienabend der Schützen fand zugleich das Absenden der diversen Wettkämpfe statt. Dass nicht nur die Schützinnen die Nase vorn hatten, dafür sorgten Präsident Daniel Baumann und Schafgewinner «Sigerschtä-Päuli».
Paul Gwerder
Die Frauen dominierten die diesjährigen Meisterschaften von der SG Spiringen: (von links) Alexandra Imhof, Heidi Bissig, Petra Furrer, Edith Arnold und Pia Kempf. (Bild: Paul Gwerder (Spiringen, 17. November 2017))

Die Frauen dominierten die diesjährigen Meisterschaften von der SG Spiringen: (von links) Alexandra Imhof, Heidi Bissig, Petra Furrer, Edith Arnold und Pia Kempf. (Bild: Paul Gwerder (Spiringen, 17. November 2017))

Paul Gwerder

redaktion@urnerzeitung.ch

«Am heutigen Familienabend wollen wir die zahlreichen Siegerinnen und Sieger der diversen Wettkämpfe feiern», sagte der Präsident der Schützengesellschaft Spiringen, Daniel Baumann, im Mehrzweckgebäude Holzboden einleitend. «Vergessen werden wir dabei aber keinesfalls unsere Freunde, die wir kürzlich verloren haben.» Anschliessend blickte er auf das Schützenjahr 2017 zurück und erwähnte die Höhepunkte, auf­gelistet nach Monaten. Zugleich erinnerte er daran, was in den Medien in diesen Monaten schweiz- oder sogar weltweit für Aufsehen gesorgt hatte.

Die Schützengesellschaft Spiringen zählt zurzeit rund 140 Mitglieder, davon sind 58 lizenzierte Aktivschützen und 10 B-Mitglieder. Am ersten Oktober-Wochenende kämpften 91 Schützinnen und Schützen um den begehrten Kopfkranz am Ausschiessen, 12 mehr als vor Jahresfrist. Daniel Baumann war hocherfreut, dass das Ausschiessen immer mehr zu einem geselligen Anlass für die Bevölkerung geworden ist. Gewonnen wurde dieser traditio­nelle Wettbewerb mit 194 Punkten von der «Newcomerin» Petra Furrer (Jahrgang 1984) aus Erstfeld, die erst seit diesem Jahr Mitglied der SG Spiringen ist. Hinter der kranzgeschmückten Siegerin platzierten sich Adelbert Gehrig (193) und Edith Arnold (192). Am Ausschiessen müssen zwei Schüsse auf die Hunderterscheibe abgegeben werden, bei Punktgleichheit zählt in erster Linie die Tiefschusswertung, dann das höhere Alter. Den Spezialpreis, einen grossen Urner Alpkäse, erhielt Pia Kempf, die mit ihren 126 Treffern genau die Hälfte der Punkte des ersten und des letzten Schützen geschossen hat. Die drittklassierte Edith Arnold aus Zug gewann nach 2014 nochmals den Wanderpreis der Vereinsmeisterschaft, und zwar mit 517,4 Punkten vor Tony Arnold, Schwändi (511,4) und Theo Imhof, Erstfeld (504,7). Für Edith Arnold, die inzwischen in Zug lebt und dort als Schulassistentin an einer heilpädagogischen Schule unterrichtet, bringt das Vereinsleben mit der Schützengesellschaft eine willkommene Abwechslung: «Ich habe meine Schiesskünste von meinem Vater geerbt, und ich komme immer wieder gerne nach Spiringen, denn dadurch geht der Kontakt zu meiner Heimat nie verloren.»

«Sigerschtä-Päuli» gewinnt das Schaf

Am Schafstich nahmen 71 Teilnehmerinnen und Teilnehmer teil. Geschossen werden eine bis maximal drei Passen à je sechs Schuss auf die Hunderterscheibe. Danach gab der Würfel den Ausschlag, wer das Weisse Alpenschaf wirklich gewinnt. Hier lag das Glück bei «Sigerschtä Paul», denn der Würfel fiel auf die richtige Zahl, indem er den Hundertertreffer erzielte. Somit gewann er das Schaf mit 100 Punkten vor Hans Arnold (99) und Josef Arnold (98).

Mit grosser Spannung wurde im Holzboden das Absenden des «Fleischstichs» anlässlich des zweiten Dorfschiessens erwartet. Bei diesem Anlass galt es, vier Schüsse auf die Hunderterscheibe abzugeben. Das Resultat wurde aber den Teilnehmenden nicht gezeigt und so das Geheimnis erst am Familienabend gelüftet. Hier zeigte sich einmal mehr, dass der Schiesssport keine reine Männerdomäne mehr ist und dass die Frauen aus Spiringen – zumindest im Jahr 2017 – die Oberhand gewannen. Alexandra Imhof siegte vor Esther Herger. Den 3. Platz belegte der beste Mann, Karl Arnold.

Daniel Baumann siegt zum fünften Mal

Dafür revanchierten sich die Männer beim Schützenmeistercup 2017, den Präsident Daniel Baumann schon zum fünften Mal für sich entscheiden konnte. Er siegte überlegen mit einem Total von 198 Punkten vor Max Baumann (190) und Pirmin Herger (189). Die beste Frau, Edith Arnold, schaffte es auf den 15. Rang.

Die Jungschützenmeisterschaft wurde wie schon im letzten Jahr wiederum von Nicolas Imhof mit 370 Punkten vor Kilian Imholz (364) und Ivan Gisler (358) gewonnen.

Hinweis

Die Ranglisten sind unter www.sg-spiringen.ch aufgeschaltet.

Das Weisse Alpenschaf gewann «Sigristen» Paul Gisler. (Bild: Paul Gwerder (Spiringen, 17. November 2017))

Das Weisse Alpenschaf gewann «Sigristen» Paul Gisler. (Bild: Paul Gwerder (Spiringen, 17. November 2017))

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