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Kantonsspital Uri: Kommunikation wird kritisiert

Dass das Kantonsspital die eigene Wäscherei aufgeben will, wirft im Urner Landrat Fragen auf. Die Parlamentarier pochen auf einen guten Informationsfluss.
Florian Arnold
Das Kantonsspital hat ab 2024 keine eigene Wäscherei mehr. (Bild: Urs Hanhart, Altdorf 2017)

Das Kantonsspital hat ab 2024 keine eigene Wäscherei mehr. (Bild: Urs Hanhart, Altdorf 2017)

Der Bericht der Spitalkommission, die den Um- und Neubau des Kantonsspitals begleitet, sorgte unerwartet für Gesprächsstoff im Landrat. Hauptsächlich wegen eines Punktes: Anfang September wurde öffentlich, dass die Spitalverwaltung auf die Eröffnung des Neubaus 2024 den Betrieb der eigenen Wäscherei einstellen will. Betroffen sind acht Mitarbeitende. Die Aufgaben sollen ausgelagert werden.

Urner Lösung gefordert

Die Kommunikation sei suboptimal verlaufen, fasste Simon Stadler (CVP, Altdorf), Präsident der Spitalkommission, zusammen. Der Entscheid liege in der Kompetenz der Spitalleitung.

Da ein Stellenabbau aber absehbar zu öffentlichen Diskussionen führen würde, habe sich die Kommission an einer ausserordentlichen Sitzung über die Schliessung der Wäscherei informieren lassen. «Der Erhalt von Arbeitsplätzen liegt der Spitalkommission am Herzen», so Stadler. «In unseren Augen muss auch bei einer solchen Auslagerung eine Urner Lösung angestrebt werden.»

Von Jungpolitiker bekannt gemacht

Pascal Blöchlinger (SVP, Altdorf) wies darauf hin, dass die Sache erst durch einen Jungpolitiker bekannt geworden sei. «Als Landrat habe ich das Anliegen, dass die Kommission immer bestens informiert ist», so Blöchlinger. Georg Simmen (FDP, Realp) hielt allerdings dagegen, dass es sich bei der Schliessung der Wäscherei um eine operative Sache handle. «Wir sind keine Organisation, welche die Entscheide der Spitalleitung hinterfragt. Unsere Aufgabe ist es, den Bau zu überwachen, nicht mehr und nicht weniger», so Simmen.

Flavio Gisler (CVP, Schattdorf) konterte, es habe schon diverse Änderungen am Projekt gegeben. «Da interessiert es, ob das, was dem Volk versprochen wurde, eingehalten wird.» Céline Huber (CVP, Altdorf) unterstrich: Im Rahmen der Abstimmung zum Um- und Neubau-Kredit sei die volkswirtschaftliche Bedeutung des Spitals ins Feld geführt worden. Die Spitalleitung habe damals von mehr Personal gesprochen, das für das Spital benötigt werde. Das Leistungsangebot müsse erhalten bleiben, ohne im Personal weiter abzubauen und somit den Druck für jeden einzelnen Angestellten zu erhöhen.

Leistungsangebot wird erfüllt

Zu Fragen aus dem Rat nahmen gleich drei Regierungsräte Stellung. Einerseits Gesundheitsdirektorin Barbara Bär. Sie unterstrich: «Das Ziel des Spitalrats ist es, die Zahl der Stellen – bei den Fachkräften wie bei den Auszubildenden – beizubehalten.» Dieses Ziel werde auch vom Regierungsrat überprüft. Ein weiteres Outsourcing, wie bei der Wäscherei sei nicht geplant. Das ausgehandelte Leistungsangebot müsse selbstverständlich erfüllt werden.

Baudirektor Roger Nager unterstrich, dass kritische Fragen gestellt werden müssten. Diese sollen aber über die Spitalkommission an die entsprechenden Leute gelangen. Es sei normal, dass Projekte weiter optimiert würden. Heute liege die Kostengenauigkeit bei plus/minus 10 Prozent. Nach heutigen Prognosen könne der Kredit eingehalten werden und auch die Nutzungsgebühr sollte vom Spital wie angenommen verrichtet werden können. Bildungsdirektor Beat Jörg nahm Stellung zu «Kunst am Bau». Drei Künstler seien nach einem Wettbewerb berücksichtigt worden, darunter eine Urnerin. Den Kredit für diese Arbeiten von 648000 Franken werde nicht vollständig ausgeschöpft.

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