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SPORT: Urner Mountainbiker peilt mit Vollgas die EM an

Fabio Püntener aus Silenen gehört zu den grössten Mountainbike-Nachwuchstalenten in der Schweiz. Der bald 18-Jährige hat in Zukunft Grosses vor und opfert für seine Leidenschaft viel Freizeit.
Kurz vor den Europameisterschaften in Italien holt sich Fabio Püntener beim Training den letzten Schliff. (Bild: Philipp Zurfluh (Erstfeld, 20. Juli 2017))

Kurz vor den Europameisterschaften in Italien holt sich Fabio Püntener beim Training den letzten Schliff. (Bild: Philipp Zurfluh (Erstfeld, 20. Juli 2017))

U19-Junior Fabio Püntener ist in seinem Element – sein Blick ist fokussiert. Seine Gedanken drehen sich zurzeit nur um die Europameisterschaften. Der viertä­gige Grossanlass beginnt heute in Darfo Boario Terme in der Lombardei. Für Püntener gilt es am Samstag in der U19-Kategorie ernst. Als unsere Zeitung ihn einige Tage vor der Abreise nach Italien trifft, gibt er sich gelassen und entspannt. Der 1,90 Meter grosse Jungspund freut sich riesig auf den Wettkampf, bei dem er sich mit über 100 jungen Spitzenbikern aus ganz Eu­ropa messen kann: «Ich bin bereit und strebe eine Platzierung in den Top Ten an, doch es wird ein harter Kampf.»

Das in Silenen aufgewach­sene und wohnhafte Nachwuchstalent entdeckte seine Leidenschaft für den Bikesport schon früh. Als Kind war dieses Hobby eher mit Spass verbundener Zeitvertreib, aber bereits als Zwölfjähriger nahm er erstmals an Wettkämpfen teil. Die Freude am Radsport kommt nicht von ungefähr. Seine Eltern, Peter und Lydia Püntener-Zberg, waren früher aktive Radfahrer. Auch seine Onkel Beat und Markus Zberg (Firmgötti) sowie Luzia Zberg (Gotti) machten als Radprofis von sich reden und feierten einige Erfolge – auch auf internationaler Ebene.

Finanzielle Unterstützung der Eltern ist nötig

Doch die familiäre Vorgeschichte ist nicht der einzige Grund für die Hingabe an den Bikesport. «Ich liebe es, in der Natur zu sein», sagt Püntener. Doch warum nicht – wie seine Onkel – aufs Rennvelo steigen und in späteren Jahren mal die Tour de France oder die Tour de Suisse bestreiten? «Wettkämpfe über Stock und Stein machen mehr Spass, als nur auf asphaltierten Strassen herumzukurven.»

Damit der Silener sein Hobby auf sportlich hohem Niveau betreiben kann, ist er auf finanzielle Unterstützung angewiesen. Dabei kann er voll auf seine Eltern zählen. «Sie sind fast bei jedem Rennen mit vor Ort und stehen mir auch in finanzieller Hinsicht bei.» Sponsoren zu finden in diesem Metier, sei schwierig. «Ich hoffe, dass ich mit Erfolgen das Interesse an meiner Person wecken kann, aber dafür muss ich noch mehr Vollgas geben.» Um die vielen Trainings, die Lehre und das Lernen unter einen Hut zu bringen, ist der Polymechaniker-Lehrling bereit, auf vieles zu verzichten. Da bleibt nur wenig Freizeit übrig. Er nimmt dies zum Erreichen seiner sportlichen Ziele aber gerne in Kauf. «Glücklicher­weise kann ich auf einen toleranten Arbeitgeber zählen, der hinter mir steht.»

In seiner noch jungen Kar­riere konnte der Silener schon einige beachtenswerte Resultate einfahren. Das grösste Highlight war der 3. Rang bei der UCI-Junior-Serie in Marseille Anfang März dieses Jahres, bei der die ganze Nachwuchs-Weltelite zugegen war. Zudem glänzte der Urner als Sieger beim Bergrennen Silenen–Amsteg–Bristen. «Mit der bisherigen Saison bin ich zufrieden», meint der ruhig und bescheiden auftretende Jungsportler.

Mit starker Leistung für die WM empfehlen

An den diesjährigen Schweizer Meisterschaften der U 19 musste Püntener eine leise Enttäuschung hinnehmen – er verpasste das Podest knapp und musste mit dem 4. Rang vorliebnehmen.

Doch dadurch lässt sich die grosse Urner Nachwuchshoffnung nicht beirren. «Die Saisonplanung ist auf die Europameisterschaften ausgerichtet. Ich werde versuchen, alles aus mir herauszuholen.» Um eine Top-Ten-Platzierung zu erreichen, müsse alles zusammenpassen, sagt der Mountainbiker: «Die Tagesform, das passende Streckenprofil und natürlich etwas Wettkampfglück gehören dazu.» Bei der EM geht es für ihn auch darum, sich für die Weltmeisterschaften im australischen Cairns zu empfehlen. Diese finden im September statt. «Mit einer guten Leistung möchte ich mich bei Swiss Cycling für die WM bewerben, auch wenn ich mir bewusst bin, dass dies ein schwieriges Unterfangen wird.»

Blickt Fabio Püntener in die fernere Zukunft, so hat er ein klares Ziel vor Augen: «Ich möchte einmal von meinem Hobby leben können», so der ehrgeizige Jungsportler. «Dafür werde ich hart arbeiten.»

Philipp Zurfluh

philipp.zurfluh@urnerzeitung.ch

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