SPORT: Verband setzt auf Breitensport

Einigen Urner Skiklubs gehen langsam die Rennfahrer aus. Deshalb will der Urner Skiverband nun mehr in den Nachwuchs investieren.

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Blicken optimistisch in die Zukunft (von links): Urs Briker, Bruno Arnold und Felix Herger. (Bild Paul Gwerder)

Blicken optimistisch in die Zukunft (von links): Urs Briker, Bruno Arnold und Felix Herger. (Bild Paul Gwerder)

«Um die beiden Urner Spitzenskifahrerinnen Eliane Christen, Swiss ­Knife Valley SkiTeam, und Aline Danioth, Swiss Olympic Team, brauchen wir uns keine Sorgen zu machen, denn die beiden Urschnerinnen haben ein professionelles Team um sich», sagte Alpin- Chef Felix Herger. Die anderen Skifahrer im Urner Kader haben bis heute schon an acht Tagen auf Schnee trainiert, und bis Ende Jahr kommen sie auf 28 Schneetrainings. Für den Präsidenten des Urner Skiverbands, Bruno Arnold, ist eine gezielte Jugendförderung im Breiten- wie auch im Spitzensport, die grösste Herausforderung. «Für mich ist es wichtig, dass wir schon bei den Kindern die Freude am Schneesport vermitteln und eine breite Basis schaffen», sagte der Präsident an der Vorstandskonferenz. «Es braucht auch die mittelmässigen Skirennfahrer, die Freude am Sport haben, denn diese sichern die Zukunft im Urner Skiverband. Denn eines Tages werden sie Trainerfunktionen oder Chargen in einem Skiklub übernehmen können.»

Skirennen sind beste Werbung

In den vergangenen Jahren ist die Beteiligung an regionalen Skirennen stets zurückgegangen. Diesen Trend will die Trainingsgemeinschaft des Urner Skiverbands zusammen mit den Skiklubs stoppen. «Heute trainieren bei uns 36 Athleten zweimal wöchentlich Kondition. Dazu kommen die Schneetrainings im Pitztal und in anderen Gletscherregionen, bis es bei uns genügend Schnee hat», sagte der technische Leiter, Thomas Infanger. Der Verband fördert zusammen mit den Eltern und Trainern gezielt die jugendlichen Wintersportler und sucht die Zusammenarbeit mit anderen Verbänden und Partnerorganisationen. «Wichtig ist, dass unser Nachwuchs auch im eigenen Kanton Rennen fahren kann, denn davon können die Nachwuchsrennläufer profitieren, und zudem ist das beste Werbung für uns», so der Präsident. Dies ist im kommenden Winter erstmals beim Raiffeisen Grand Prix vom 26. Dezember in Andermatt der Fall. Dazu sind einige Regionalrennen und die kantonalen Meisterschaften geplant.

Wie JO-Chef Armin Briker mitteilte, will der Verband stufengerechte Trainingsmethoden anbieten und erklärt auch die Aufstiegsmöglichkeiten. Auch er will in Zukunft den Breitensport besser fördern, denn auch mittlere Talente haben eine Chance verdient. Eine der besten Nachwuchsförderungen sind die Schulsportmeisterschaften, die am 31. Januar auf dem Ratzi durchgeführt werden. An diesem Skirennen werden rund 120 bis 150 Mädchen und Knaben von der 1. bis zur 6. Primarklasse am Start sein. Neben der Einzelwertung gibt es eine Klassenwertung, und dies soll wieder eine Gruppendynamik auslösen. «Dort lernen die Kinder erstmals das Rennfeeling kennen, und ich hoffe, dass sich nach diesem Anlass einige Kinder einem Skiklub anschliessen oder in die JO kommen», sagte Adi Planzer, der Verantwortliche für dieses Rennen.

Auch Nordische gut vorbereitet

Für den Chef Nordisch, Urs Briker, kann der Winter kommen: «Wir haben mit unseren Nachwuchslangläufern gut trainiert, sowohl in der Halle wie auch an den Abendläufen, wo sie wettkampfmässig ihre Leistung zeigen konnten. Jetzt warten wir nur noch auf den Schnee in Realp, denn wir sind bereit.» Gespannt sind die Urner auf die Resultate der Aushängeschilder Stefanie Arnold und Roman Furger.

Kari Briker, OK Präsident der Andermatter FIS-Rennen, informierte, dass am Samstag und Sonntag, 9. und 10. April, auf dem Gemsstock zwei Herren- FIS-Riesenslaloms ausgetragen werden. Für diesen Anlass benötigt er ungefähr noch 60 Helfer.

Paul Gwerder

Hinweis

Weitere Infos über den Verband gibt es unter: www.urnerskiverband.ch