Sporthalle in der Werkmatt Uri soll zur Attraktivität des Standorts beitragen

Für Elias Arnold (SVP, Altdorf) ist die Werkmatt Uri ein optimaler Standort für eine neue Dreifachturnhalle, wie er in einer Interpellation im Landrat festhält. Der Neubau könnte auch für Konferenzen und Informationsanlässe genutzt werden.

Philipp Zurfluh
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Die Werkmatt Uri im Eyschachen in Altdorf, wie sie dereinst aussehen könnte. (Visualisierung: Raumgleiter GmbH)

Die Werkmatt Uri im Eyschachen in Altdorf, wie sie dereinst aussehen könnte. (Visualisierung: Raumgleiter GmbH)

Der Urner Talboden beherbergt eine Vielzahl an Freizeit- und Sportvereinen, welche von einer Handballschule für kleine Kinder bis zum Seniorenturnverein reichen. Fast alle dieser Vereine trainieren am Abend. «Um die hohe Nachfrage an Trainingsmöglichkeiten in Sporthallen zu decken, stehen im Urner Talboden zu wenig Trainingsstätten zur Verfügung», hielt der SVP-Landrat Elias Arnold aus Altdorf am Mittwoch in der Novembersession zu seiner Interpellation fest.

Durch den Brand der Baldini-Halle habe sich diese Lage verschärft. Damit sich der Bau einer Sporthalle lohne, müsse diese tagsüber auch genutzt werden können. Die Forderung nach einer zusätzlichen Dreifachturnhalle sei nicht neu. «Im Jugendparlament, bei vielen Sportvereinen und bei jungen Leuten ist dies ein Dauerbrenner», schreibt Arnold weiter. Für die Realisierung einer zusätzlichen Sporthalle im Urner Talboden würde die Werkmatt Uri einen optimalen Standort darstellen.

Halle würde 2 Prozent der Fläche beanspruchen

«Mit dem Bau des Kantonsbahnhofs in Altdorf ist die Halle an zentraler Lage und mit dem ÖV gut erreichbar. Mit den potenziell 1000 Arbeitsplätzen in der Werkmatt könnte tagsüber ein neues Nachfragefeld entstehen», erklärt der SVP-Landrat. Es könnten unternehmensübergreifende Sportaktivitäten zur Verfügung gestellt werden. Dies würde allenfalls auch die Attraktivität des Standorts Werkmatt steigern. Zudem könnte die Halle auch für nicht sportliche Aktivitäten genutzt werden zum Beispiel Konferenzen, Informationsanlässe et cetera. Laut dem Interpellant könnte mit einer Busverbindung zu den Altdorfer Schulen die Halle auch für Schulsportstunden genutzt werden. Der Bau einer Sporthalle würde ein bis zwei Prozent der zur Verfügung stehenden Fläche der Werkmatt in Anspruch nehmen und wäre somit legitim.

«Die Gewährleistung eines zufriedenstellenden Hallenangebots ist nicht in der Verantwortung des Kantons. Jedoch sehe ich in der Werkmatt einen vielversprechenden Standort für eine Sporthalle, wovon die Arbeitnehmer/Arbeitgeber der Werkmatt, die Urner Sportvereine, umliegende Schulen und auch die Werkmatt selbst profitieren könnte», schreibt Elias Arnold abschliessend.

Elias Arnold stellt in seiner Interpellation folgende Fragen an den Urner Regierungsrat: 

  • Ist der Kanton Uri gewillt, aktiv gegen Sporthallen-Knappheit vorzugehen, auch wenn dies nicht in seiner Verantwortung liegt?
  • Wie sieht der Kanton die Möglichkeit eines Hallenbaus in der Werkmatt beziehungsweise eine Anpassung des Richtplans, um einen Hallenbau überhaupt möglich zu machen?
  • Sieht der Kanton eine Möglichkeit eine gewisse Fläche in der Werkmatt für eine Sporthalle zur Verfügung zu stellen, obwohl eine solche Nutzung gemäss www.werkmatt-uri.ch nicht vorgesehen ist?
  • Wie steht der Kanton einer allfälligen Zusammenarbeit mit einem Wirtschaftspartner zur Realisierung einer Sporthalle gegenüber (ähnlich wie Baldini-Halle)?
  • Sieht der Regierungsrat die Möglichkeit einer Attraktivitätssteigerung durch einen Sporthallenbau in der Werkmatt?