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Sportlerinnen im Weltcup-Fieber

Die Meitlipfadi musste im Lager in Tenniken nicht nur mit fehlenden Skilizenzen kämpfen, sie erhielt auch hohen Besuch von Heidi Klum, die BiPi’s next Topmodel küren wollte.
Daniela Arnold*
Die Meitlipfadi Stauffacherin Altdorf trieb im Sommerlager Wintersport. (Bild: PD, Tenniken, Juli 2018)

Die Meitlipfadi Stauffacherin Altdorf trieb im Sommerlager Wintersport. (Bild: PD, Tenniken, Juli 2018)

Das Sommerlager der Meitlipfadi Stauffacherin Altdorf war ein Riesenerfolg. Wir starteten das Lager mit einem Einstiegshike, bei dem das Ziel aller Gruppen die Turnhalle in Tenniken war. Die Teilnehmerinnen begaben sich in ihren Nationen zu Fuss und mit den ÖV auf den Weg Richtung St. Moritz. Nachdem alle heil bei der Turnhalle angekommen waren, gab es schon bald ein feines Znacht aus unserer Küche und anschliessend die erste Trainingseinheit in sportlicher Umgebung.

Am nächsten Tag ging es das erste Mal mit Sack und Pack auf den Lagerplatz (alias Athletendorf) in St. Moritz. Dort ging es an den Aufbau unserer Pisten und Schlafplätze. Die nächsten Tage waren voll von Trainingseinheiten und ersten Rennen für den Ski-Weltcup. Die Athleten standen mitten in den Vorbereitungen, als plötzlich die Kontrolleure des internationalen Skiverbandes auf der Matte standen. Wir hatten keine Skilizenzen und waren deshalb nicht für die grossen Rennen zugelassen.

Zur Abkühlung ging es in die Badi

Daraufhin marschierten alle am Freitag zu dem naheliegenden Bahnhof in Sissach, wo wir unsere Skilizenzen abholen konnten. Von dort aus ging es mit dem Zug weiter nach Liestal und zu Fuss Richtung Badi. Die Abkühlung kam den Sportlern sehr gelegen, und sie stürzten sich freudig ins kühle Nass. Frisch gewaschen, ging es wieder zurück auf den Lagerplatz. Noch in derselben Nacht wurden unsere jüngsten Athletinnen getauft und offiziell im Skizirkus aufgenommen. Doch nicht nur die fehlenden Skilizenzen störten unsere Vorbereitung. Es kamen weitere Probleme wie schlechte Sicht- und Pistenverhältnisse oder Dopingkontrollen hinzu. Doch auch diese Herausforderungen meisterten die Sportlerinnen mit Bravour.

Gäste aus aller Welt eingetroffen

Endlich war es Sonntag, und das grosse Rennen stand vor der Tür. Am Morgen liefen noch die letzten Vorbereitungen für das Rennen. Die Piste wurde präpariert, und der Kurs inspiziert. Am Mittag trafen die Gäste aus aller Welt ein, und nach einer ausgewogenen Mahlzeit ging es an den Start. Es wurden sehr gute Zeiten gefahren, und schliesslich konnten den stolzen Siegern die Medaillen und Preise übergeben werden.

Übernachtet wurde auch auf selber hergestellten Hängematten. (Bild: PD, Tenniken, Juli 2018)

Übernachtet wurde auch auf selber hergestellten Hängematten. (Bild: PD, Tenniken, Juli 2018)

Am Abend mussten uns die jüngsten Skirennfahrer aus Japan leider verlassen. Doch von einer ruhigen Stimmung war nicht die Rede. Nach einem lauten Knall stürzte eine Schneelawine auf unsere Skipiste. Die Athleten kamen alle davon, nur Grüs Us, der Besitzer des Hotels St. Moritz, wurde darunter verschüttet. Am nächsten Tag stellte sich die Frage, wie es mit seinem Hotel jetzt weiter gehe. Das Testament von Grüs Us besagte, dass er – als passionierter Skifahrer – das Hotel der internationalen Skivereinigung vererbe. Also machten sich alle an die Arbeit: Amerika übernahm die Küche, Italien die Rezeption, die Schweiz die Wäscherei und Frankreich den Zimmerservice. Da die Athletinnen noch nicht viel Erfahrung hatten, wie man ein Hotel führt, traten einige Unzufriedenheiten bei den Gästen auf. Da es zu wenig Betten hatte, mussten mehr Schlafmöglichkeiten herangeschafft werden, und wir bauten im Wald Hängematten auf, damit alle Gäste ein Schlafgemach hatten.

Heidi Klum sucht BiPi’s next Topmodel

Mit der Zeit wurden die Sportlerinnen immer besser in der Hotelführung, und die Beschwerden der Gäste konnten nach und nach alle behoben werden. An einem Abend besuchten uns berühmte Gäste in unserem Hotel, unter anderem Heidi Klum mit ihrer Topmodel-Crew, die BiPi’s next Topmodel küren wollte. Aus jeder Zeltgruppe wurde jemand ausgewählt, um sein Land zu vertreten und um den Titel BiPi’s next Topmodel zu kämpfen. Der Hotelalltag kehrte jedoch nach diesem aufregenden Abend wieder zurück. Am zweitletzten Abend konnten die Angestellten viel über die Tradition des BiPi-Feuers und BiPi selber erfahren. Das traditionelle BiPi-Feuer wurde anschliessend angezündet und gleich auch das Pfadiversprechen abgelegt.

Auch Singen am BiPi-Feuer gehörte zum Lageralltag. (Bild: PD, Tenniken, Juli 2018)

Auch Singen am BiPi-Feuer gehörte zum Lageralltag. (Bild: PD, Tenniken, Juli 2018)

Trotz unserer Bemühungen wurde in den letzten Tagen viel am Hotel kritisiert, und daher blieb uns nichts anderes übrig, als das Hotel zu schliessen. Der ganze Lagerplatz wurde bis am Samstagmorgen abgebaut, sodass wir unserer eigentlichen Passion, dem Skifahren, wieder unsere volle Zeit schenken konnten. Am Samstag reisten die Athletinnen wieder zurück in ihre Heimat. Auf der Heimreise machten wir noch einen touristischen Halt im schönen Luzern und spielten ein Stadtgame, wobei die Athletinnen durch Tauschhandel möglichst gute Gegenstände erwerben sollten. Dies gelang allen Teams sehr gut, und deshalb ging es gut gelaunt mit dem Zug zurück nach Hause.

Zu Hause angekommen, wurden alle Sportlerinnen von ihren Verwandten herzlich willkommen geheissen, und das Lager wurde mit dem obligaten «Tschiaiai» beendet.

*Daniela Arnold hat den Text namens der Lagerleitung verfasst.

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