Sportschiessen: Sandra Arnold gewinnt Gold mit Schweizerrekord

Neben der Goldmedaille von Sandra Arnold über die 50-Meter-Distanz mit dem Kleinkalibergewehr gewann der Karabinerschütze Daniel Baumann Bronze über 300 Meter.

Paul Gwerder
Merken
Drucken
Teilen
Mit neuem Schweizerrekord gewann Sandra Arnold aus Schattdorf die Goldmedaille.

Mit neuem Schweizerrekord gewann Sandra Arnold aus Schattdorf die Goldmedaille.

Bild: PD

An den Outdoor-Schweizermeisterschaften (SM) in Thun, welche rund eine Woche dauerten, sind an den sieben Tagen insgesamt 45 Titelentscheidungen gefallen. Aus dem Kanton Uri haben sich für diesen Grossanlass 19 Schützinnen und Schützen mit dem Kleinkalibergewehr qualifiziert und mit dem Gewehr über die 300-Meter-Distanz noch einmal zehn Schützen.

Über die 300-Meter-Distanz mit dem Karabiner hat im 2-Stellungsmatch Daniel Baumann aus Spiringen mit 545 Punkten die Bronzemedaille gewonnen. Er erzielte mit je 30 Schüssen liegend 276 und stehend 269 Treffer. Für die Silbermedaille fehlte ihm nur gerade 1 Punkt, während die Siegerin Marina Mathis aus Ennetmoos den Wettkampf mit 550 Punkten gewann.

Schweizerrekord um zehn Punkte pulverisiert

Ein gutes Ergebnis erzielte Flavio Herger mit Jahrgang 1979 aus Flüelen bei seiner ersten Teilnahme an den SM. Mit insgesamt 535 Punkten (275/260) kam er mit dem Sturmgewehr 90 im 2-Stellungsmatch auf den guten 12. Rang.

Im Dreistellungswettkampf bei den Kleinkalibergewehrschützen war die Urner Titelverteidigerin Sandra Arnold bei den Junioren die grosse Medaillenhoffung. Und dieser Wettkampf kostete Nerven, denn sowohl im Kniend- wie auch im Liegendprogramm erzielte sie mit 192 und 197 Punkten genau gleich viele Punkte wie ihre Gegnerin Gyna Giger aus Oensingen. Mit 97 und 94 Punkten in den beiden letzten Passen konnte sie ihre Gegnerin um 2 Punkte distanzieren und gewann mit 580 Punkten die verdiente Goldmedaille. Mit dieser Punktzahl hat sie ihren eigenen Schweizerrekord vom Vorjahr um 10 Punkte pulverisiert.

Beim Liegendwettkampf hat sich Gyna Giger an Sandra Arnold revanchiert und gewann Gold mit 617,5 Punkten – ebenfalls Schweizerrekord. Die Urnerin gewann die Bronzemedaille mit 612,7 Zählern und 1,9 Punkten Rückstand auf die Silbermedaillengewinnerin Emely Jäggi.

Eliteschützen verpassten Finalteilnahme

Bei den U21-Junioren fehlten dem Erstfelder Silvan Zgraggen im Dreistellungsmatch mit 1104 Zählern nur 4 Punkte für die Finalteilnahme der besten acht Schützen. Nach dem Kniend- und Liegendprogramm lag er noch vielversprechend auf dem 4. Zwischenrang. In der gleichen Kategorie kam Silas Stadler mit total 1102 Punkten auf den 11. Schlussrang. Im Liegendprogramm belegte Stadler mit 604,1 Punkten den 9. Rang. Nina Stadler (Schattdorf) erreichte im Dreistellungswettkampf bei den U21-Juniorinnen mit 1120 Punkten und Rang 13 ein gutes Ergebnis.

Bei den Eliteschützen war Fabio Wyrsch und Flavio Indergand, beide aus Schattdorf, im Einsatz. Im Liegendmatch gab es zwei Ablösungen und Wyrsch konnte sich zwar mit Rang 18 in der Elimination für die besten 40 Schützen qualifizieren. Dort belegte er mit 613,4 Zählern den 16. Platz. Im 3x40-Schuss-Programm konnte sich Wyrsch steigern. Hohe 1156 Punkte war das Schlussresultat und damit Rang 8. Fabio Wyrsch erzielte im Dreistellungsprogramm kniend 380 Punkte, sensationelle 399 liegend und 374 Punkte stehend. Dies ergab 1153 Punkte und den 10. Rang in diesem starken Teilnehmerfeld. Flavio Indergand belegte in der Schlussabrechnung mit 1140 Treffern den 16. Platz.

Finalteilnahme für Adi Arnold

Bei den «Kleinkaliber»-Senioren gab es noch 2 Diplomränge. Adi Arnold im 3x20-Schuss-Programm schoss kniend 191 Punkte, liegend 196 und stehend 174. Mit Total 560 Punkten und Rang 7 hatte er sich für Final qualifiziert. Ganz knapp reichte es auch für Paul Wyrsch. Mit kniend 184 Punkten, liegend 193 und stehend 182 ergab 559 Punkte und war auf Rang 8 noch in den Final gekommen.

Im speziellen Finalmodus, wo in diesem Jahr sämtliche Finals im Livestream übertragen worden sind, waren Arnold und Wyrsch nicht so gut gestartet. Im 8. Rang hat sich dann Adi Arnold verabschiedet und kurz danach im 6. Rang musste auch Paul Wyrsch den Stand verlassen.

Mehr zum Thema