Vielen Dank für Ihre Registrierung. Sie haben den Aktivierungslink für Ihr Benutzerkonto per E-Mail erhalten.

Vielen Dank für Ihre Anmeldung.

Sportschützen weihen in Erstfeld ihr Bijou ein

Am Samstag ist der neue Kleinkaliberstand von Pfarrer Viktor Hürlimann eingesegnet worden. Dank der Unterstützung des Kantons, der Gemeinde, der Schützenvereine und vieler Sponsoren fehlen jetzt noch knapp 80'000 Franken.
Paul Gwerder
Pfarrer Viktor Hürlimann segnete den neuen Kleinkaliberstand in Erstfeld am Samstag offiziell ein. Bild: Paul Gwerder, Erstfeld, 28. September 2019)

Pfarrer Viktor Hürlimann segnete den neuen Kleinkaliberstand in Erstfeld am Samstag offiziell ein. Bild: Paul Gwerder, Erstfeld, 28. September 2019)

Seit Ende März wird im neuen Kleinkaliberstand in Erstfeld wieder eifrig über die 50-m-Distanz geschossen. Die Anlage mit den zehn Scheiben und der elektronischen Trefferanzeige hat sich seither bestens bewährt. Am Wochenende öffneten die Sportschützen Uri die Türen für die Sponsoren aus Politik, Behörden und Wirtschaft.

Am aktuellen Standort wurde bereits ab 1903 geschossen. Aber in den vergangenen Jahrzehnten hat sich, insbesondere nach der Fusionierung der Sportschützen Erstfeld mit Altdorf, der Schiessbetrieb immer mehr nach Altdorf verlagert, weil der alte Schiessstand im Eisenbahnerdorf nicht mehr den neuesten Anforderungen entsprach. «Da wir immer mehr erfolgreiche Sportschützinnen und -schützen, besonders im Nachwuchsbereich, in unseren Reihen haben, wurde der Platz in Altdorf langsam zu knapp», sagte Josef Muheim, der OK-Präsident der Einweihungsfeierlichkeiten. «Aus diesem Grund ist der Kleinkaliberstand völlig neu gebaut worden.»

Es fehlen «nur» noch rund 80000 Franken

Adi Arnold, der für den Neubau verantwortlich war, hielt einen kurzen Rückblick. «Nachdem wir im Januar 2018 die Baubewilligung erhalten hatten, ging es im März 2018 richtig los. Besonders stolz bin ich auf unsere Mitglieder und Helfer, die rund 7000 Frondienststunden geleistet haben, denn sonst wäre der Neubau, der jetzt immer noch über 600000 Franken kostet, nicht finanzierbar gewesen.» Finanzchef Beat Stadler betonte: «Dank der grosszügigen Unterstützung des Kantons, der Gemeinde, der Schützenvereine und vieler Sponsoren fehlen uns jetzt ‹nur› noch knapp 80000 Franken.» Er dankte auch dem Nachwuchs, der per Crowdfunding 15000 Franken für die Sanierung gesammelt hat.

Pfarrer Viktor Hürlimann zeigte sich überzeugt, «dass der Schiesssport verbindet und für gute Kameradschaften sorgt». Er hielt fest: «Wenn es dem Schützen vor den Augen flimmert, muss er kurz von der Scheibe wegschauen. So müsste es auch im wirklichen Leben sein. Zwischendurch sollten die Menschen wegschauen, sich neu sammeln und auf das konzentrieren, was wichtig ist», erklärte er. Danach segnete Hürlimann den neuen Schützenstand mit Weihwasser ein: «Wenn ihr jetzt nicht mehr richtig trefft, dann liegt es nicht an mir, sondern an euch Schützen selber».

Die Attinghauser Gemeindepräsidentin Anita Zurfluh war am Samstag ebenfalls unter den Gästen in Erstfeld: «Wir haben in unserer Gemeinde zahlreiche erfolgreiche junge Nachwuchsschützen. Deshalb haben wir ebenfalls einen Beitrag an den Neubau gesprochen.»

Sportfreundlicher Erstfelder Gemeinderat

Der Erstfelder Gemeinderat war schon am Freitagabend zur Einweihungsfeier eingeladen worden, da dieser am Samstag und Sonntag auf seinen jährlichen Ausflug ging. Begrüsst wurde die Kommunalbehörde von Josef Muheim. «Ich freue mich sehr, dass die Vertreter der Gemeinde heute da sind und mit eigenen Augen den neuen Schützenstand besichtigen.» Muheim dankte für den grosszügigen Beitrag von 50000 Franken, den die Sportschützen von der sportfreundlichen Gemeinde erhalten haben.

Während des ganzen Wochenendes demonstrierte der erfolgreiche Nachwuchs der Sportschützen Uri das Kleinkalibergewehrschiessen in den drei verschiedenen Olympia-Stellungen (Liegend, Kniend und Stehend). Am Freitag waren dies Sandra Arnold, Leonie Zurfluh und Céline Walker. Danach durften die Behördenmitglieder selber mit der Hightech-Sportwaffe ihre Schiesskünste ausprobieren. Dabei hatten einige Gemeinderäte sowie der Urner Sicherheitsdirektor Dimitri Moretti ein kleines Erfolgserlebnis, denn mehr als einmal trafen sie mitten ins Schwarze.

Die Erstfelder Behörden hatten selber Gelegenheit, mit dem Kleinkalibergewehr zu schiessen, wie hier im Bild Alois Furrer vom Bauamt und Gemeindevizepräsident Josef Zgraggen (hinten). (Bild: Paul Gwerder, Erstfeld, 27. September 2019)

Die Erstfelder Behörden hatten selber Gelegenheit, mit dem Kleinkalibergewehr zu schiessen, wie hier im Bild Alois Furrer vom Bauamt und Gemeindevizepräsident Josef Zgraggen (hinten). (Bild: Paul Gwerder, Erstfeld, 27. September 2019)

«Der Gemeinderat unterstützt sehr gerne Sportvereine, wenn er feststellen kann, dass damit die Jugend gefördert wird und somit das Geld sinnvoll investiert wird», erklärte Gemeindepräsidentin Pia Tresch.

«Wir sind sehr dankbar, dass wir immer auf den Goodwill der Gemeinde zählen durften und sie uns damit ermöglicht hat, diesen einzigartigen Sport weiter hier betreiben zu können», betonte der Präsident der Sportschützen Uri, Marcel Bachmann. Das Gebäude, in dem rund 50 Personen Platz finden, könne mit der vorhandenen Infrastruktur für Vereinsanlässe oder Familienfeiern für rund 300 Franken gemietet werden.

Gemeindepräsidentin Pia Tresch überreichte den Sportschützen bei der Ein-weihungsfeier ein kleines Geschenk. (Bild: Paul Gwerder, 27. September 2019)

Gemeindepräsidentin Pia Tresch überreichte den Sportschützen bei der Ein-weihungsfeier ein kleines Geschenk. (Bild: Paul Gwerder, 27. September 2019)

Merkliste

Hier speichern Sie interessante Artikel, um sie später zu lesen.

  • Legen Sie Ihr persönliches Archiv an.
  • Finden Sie gespeicherte Artikel schnell und einfach.
  • Lesen Sie Ihre Artikel auf allen Geräten.