Vielen Dank für Ihre Registrierung. Sie haben den Aktivierungslink für Ihr Benutzerkonto per E-Mail erhalten.

Vielen Dank für Ihre Anmeldung.

Sprechstunde im Urner Oberland vor dem Aus?

In Göschenen bietet Centramed eine Sprechstunde an. Diese führt allerdings zu einem grossen Defizit. Die Zukunft des Angebots ist ungewiss.
Philipp Zurfluh
Die Zukunft der Sprechstunde im Urner Oberland ist ungewiss. (Bild: Christian Beutler/Keystone)

Die Zukunft der Sprechstunde im Urner Oberland ist ungewiss. (Bild: Christian Beutler/Keystone)

Im Urner Oberland ist die Hauarztversorgung seit Dezember 2017 mit einer Sprechstunde geregelt. Die Gemeinden Göschenen und Wassen konnten eine Zusammenarbeit mit der Gemeinschaftspraxis Centramed eingehen. Nach einer Pilotphase wurde die «Centramed Praxis Urner Oberland» definitiv. Seit dem 1. September 2018 wird an der Göscheneralpstrasse 8a in Göschenen die Hausarztpraxis für das Urner Oberland betrieben. Die Praxis bietet ärztliche Sprechstunden – nur nach telefonischer Vereinbarung – und Hausbesuche. Auch die direkte Medikamentenabgabe ist an diesem Standort gewährleistet. Geleitet werden sie von den Ärzten Jürg Bollhalder und Christoph Bättig, unterstützt durch Praxisassistentinnen der Centramed Altdorf.

Ältere Patienten schätzen Angebot

Centramed ist momentan meist an zwei Vormittagen in der Woche präsent. «Der Zulauf ist leider mässig», sagt Jürg Bollhalder gegenüber unserer Zeitung. Eine Steigerung der Patientenzahl konnte bisher nicht verzeichnet werden. Darum zieht auch Jürg Bollhalder ein zwiespältiges Fazit: «Einerseits schätzen vor allem ältere Patienten unser Angebot, jedoch hält sich das Interesse stark in Grenzen.» Im Schnitt würden pro halbem Tag Sprechstunde vier Patienten das Angebot nutzen.

Über 70'000 Franken Defizit

Bollhalder sagt, dass man pro Jahr ein Defizit von rund 70'000 bis 80'000 Franken schreibe, welches Centramed zu tragen habe. «Es war uns von Anfang an klar, dass sich das Unterfangen als schwierig erweist. Wir möchten aber einen Beitrag an die ärztliche Versorgung im Oberland leisten», betont Bollhalder. Der Kanton und die Gemeinden zahlen die Miete für die Räumlichkeiten in Göschenen. Noch ist unklar, ob sich die momentane Lösung durchsetzen wird. In den nächsten Monaten werde man laut Kantonsarzt Bollhalder eine Bilanz ziehen. «Es ist noch nicht klar, ob es weiter geht.»

Merkliste

Hier speichern Sie interessante Artikel, um sie später zu lesen.

  • Legen Sie Ihr persönliches Archiv an.
  • Finden Sie gespeicherte Artikel schnell und einfach.
  • Lesen Sie Ihre Artikel auf allen Geräten.