SRF
«Kaliber-Geissbock» Bärti beeindruckt auf dem Haldi die Kölner Filmcrew

Die Sendung «Mini Schwiiz, dini Schwiiz» war wieder in Uri zu Gast: Fünf Urner zeigen, wie sie ihre Gemeinde sehen. Dabei kommt es auch immer wieder zu Überraschendem.

Christian Tschümperlin
Merken
Drucken
Teilen

2019 war die SRF-Vorabendsendung «Mini Schwiiz, dini Schwiiz» schon einmal im Urnerland zu Gast. Nun kehrt sie zurück. Mit Andrea Laternser aus Schattdorf, Charlotte Eigenmann Arnold aus Flüelen, Everisto «Evi» Triulzi aus Gurtnellen, Joana Lisa Braun aus Seelisberg und Kari Imholz aus Unterschächen ist eine bunte Truppe zusammengekommen. Und darum geht es: Die fünf Urner gehen auf Tour durch ihre Gemeinde. Am Ende von jedem Tag bewerten die anderen Urner Gäste ihre Erlebnisse.

Der Geissbock Bärti (schwarz) war die grosse Attraktion auf dem Haldi.

Der Geissbock Bärti (schwarz) war die grosse Attraktion auf dem Haldi.

Bild: PD

Den Urner Wochenauftakt macht Andrea Laternser in Schattdorf, wo sie schon viel Schönes und auch Trauriges erlebt hat. Die Fotografin und Podologin nahm ihre Urner «Gspändli» unter anderem mit aufs Haldi, wo die Gruppe Geissbock Bärti kennen lernte. «Der Geissbock ist ein echtes Kaliber, in der ganzen Gruppe hatte niemand je einen so grossen Geissbock gesehen. Sogar die Filmcrew war beeindruckt.»

Fremde Urner, die Freunde werden

Ihre neuen Urner «Gspändli» kannte Andrea Laternser noch nicht. «Man hat immer den Eindruck, im Kanton Uri kenne jeder jeden. Aber von den vieren war mir niemand bekannt.» Es sei speziell gewesen, mit fremden Leuten vor der Kamera zu stehen und nicht zu wissen, was auf einen zukommt.

Andrea Laternser ist eine «waschechte Urnerin», wie sie sagt, auch wenn der Name dies nicht vermuten lassen würde. Mit gebürtigem Namen heisst sie Zberg und ist in Schattdorf aufgewachsen. «Ich habe meinen Heimatort so vorgestellt, wie ich ihn sehe», sagt sie.

Viel Spass und Freude bei den Dreharbeiten zu «Mini Schwiiz, dini Schwiiz» in Uri.

Viel Spass und Freude bei den Dreharbeiten zu «Mini Schwiiz, dini Schwiiz» in Uri.

Bild: PD

Trotz der grossen Altersspanne – Charlotte Eigenmann ist 29 und Kari Imholz ist 74 – habe die Gruppe sehr gut harmonisiert. Am Freitag, 4. Dezember, als die Dreharbeiten vorbei waren, seien alle enorm wehmütig gewesen. «Das Erlebnis hat uns verbunden. Wir blieben nicht nur untereinander in Kontakt, sondern sogar auch noch mit dem Fernsehteam», sagt Laternser.

Kölner staunen ab Urner Unkompliziertheit

Am Freitag war Kari Imholz aus Unterschächen dran. Er war quasi für den Abschluss der Sendung aus dem Urnerland verantwortlich. Dabei verlief nicht alles nach Plan: «Die Gäste wollte ich wegen der schönen Aussicht übers Dorf auf dem Biel bei der Kirche begrüssen. «Es hat gestürmt und wir mussten die Übung abbrechen», so Imholz. Glücklicherweise habe man die Begrüssung spontan in die Aula Unterschächen verschieben können. «Die Filmcrew aus Köln war beeindruckt, wie unkompliziert das Leben in Unterschächen noch ist. In Deutschland hätte man zuerst einen Gesuchsmarathon starten müssen, meinten diese.»

Kari Imholz aus Unterschächen bei den Dreharbeiten zur Sendung.

Kari Imholz aus Unterschächen bei den Dreharbeiten zur Sendung.

Bild: PD

Bei der Bielen-Säge wartete Josef Herger auf die Gruppe und war bereit, etwas über die historische und denkmalgeschützte Sägerei zu erzählen und sie auch in Betrieb zu setzen. «Man muss wissen, eine Sendung dauert maximal 23 Minuten. Es gibt drei Themen sowie eine Begrüssung und einen Schlussakt. Da bleibt pro Aktion nicht allzu viel Zeit», berichtet Imholz. Ein wichtiges Thema konnte aber bei der Bielen-Säge trotzdem angesprochen werden: «Für den baulichen Unterhalt der bescheidenen, vorwiegend bäuerlichen Gebäude hatte früher die Sägerei eine sehr wichtige Rolle gespielt», so Imholz.

In Seelisberg trafen die Protagonisten bei den Dreharbeiten zu «Mini Schwiiz, dini Schwiiz» auf die Helvetia (Tanya Schläpfer).

In Seelisberg trafen die Protagonisten bei den Dreharbeiten zu «Mini Schwiiz, dini Schwiiz» auf die Helvetia (Tanya Schläpfer).

Bild: PD

Wie die Sendung herausgekommen ist, das erfahren auch die fünf Urner erst, wenn diese ausgestrahlt wird. «Wir haben in jeder Gemeinde einen Tag lang gedreht. Dabei kamen verschiedenste Kameraeinstellungen und -perspektiven zum Einsatz. Wie das zusammengeschnitten wird, da bin ich auch gespannt», sagt Kari Imholz. Er und Andrea Laternser haben also bereits Herzklopfen. «Die Spannung ist da, aber nicht bis ins Unerträgliche», sagt er.

«Mini Schwiiz, dini Schwiiz» mit den Folgen aus dem Kanton Uri wird ausgestrahlt ab dem 8. Februar 2021 eine Woche lang jeden Abend um 18.15 Uhr auf SRF 1.