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SRF-SERIE: Nik Hartmann: «Uri ist ein ‹heimlifeisser› Kanton»

Für «Winter Wunderland» war Nik Hartmann vier Tage lang im Urnerland unterwegs. Im Gespräch mit unserer Zeitung verrät er, wie er die Zeit erlebt hat und wieso es ihn immer wieder in den Kanton Uri zieht.
Carmen Epp
Nik Hartmann war für «Winter Wunderland» auch im Schächental unterwegs und geriet dabei ins Schwärmen. (Bild: SRF)

Nik Hartmann war für «Winter Wunderland» auch im Schächental unterwegs und geriet dabei ins Schwärmen. (Bild: SRF)

Carmen Epp

carmen.epp@urnerzeitung.ch

Er muss sich warm anziehen: In «Winter Wunderland» entdeckt Nik Hartmann den rauen Winter im Herzen der Schweiz und besucht Menschen, die mit Schnee, Eis und Kälte leben. Bereits zu Beginn der ersten Folge steht der SRF-Mann vor einem fast unlösbaren Problem: dem Gotthard. Die Strasse ist gesperrt, eine Skitour ist wegen der Lawinengefahr undenkbar. Doch in Airolo trifft er drei Männer, die einen unbekannten Weg auf den mythischen Alpenpass kennen. In Andermatt angekommen, pfeift dem Moderator ein rauer Wind um die Ohren. Mitten in einem Schneesturm hilft er Pistenkontrolleuren, mit Sprengungen das Skigebiet vor Lawinen zu schützen.

In Göschenen begegnet Nik Hartmann dem Amerikaner Dan Loutrel. Er ist vor 14 Jahren wegen des Schnees in die Schweiz gekommen – und ist geblieben. Da Loutrel damals kein Geld hatte, um Skis zu kaufen, baute er sich diese kurzerhand selber. Und wurde dadurch einer der ersten Produzenten von breiten Freeride-Skis, die er heute noch eigenhändig herstellt.

Zu Besuch im Paradies von «Schwander Wisu»

Im Schächental besucht Nik Hartmann dann den Unterschächner Alois Gisler («Schwander Wisu»), der im Winter abgeschieden von der Zivilisation in einem kleinen Winterparadies auf der Alp Äsch lebt und dort sein Glück gefunden hat. Und zuletzt nimmt Nik Hartmann den Kinzigpass in Angriff. Mit dabei: der Urner Extrembergsteiger Dani Arnold.

Nik Hartmann, mit «SRF bi de Lüt» zieht es Sie immer wieder in den Kanton Uri. Woran liegt das?

Weil offenbar die Redaktion von «SRF bi de Lüt» grosse Fans vom Urnerland sind (lacht). Nein, im Ernst: Ich mag das Steile, das Felsige am Urnerland. Ausserdem ist Uri ein «heimlifeisser» Kanton.

Heimlifeiss? Inwiefern?

Weil er nicht so ein riesen Geschrei darum macht, was er alles zu bieten hat. Das weckt in Leuten wie mir den Entdeckergeist, die Lust, herauszufinden, was für schöne Ecken hier überall lauern. Und dadurch, dass der Kanton Uri mit der Vermarktung sehr zurückhaltend ist, sind die schönen Flecken, die man dann entdeckt, auch nicht so breit getreten. Im Urnerland hat man die Abgeschiedenheit und die Wildheit noch für sich alleine, was die Erlebnisse in der Natur so einzigartig macht.

Mit «Winter Wunderland» waren Sie vier Tage im Kanton Uri unterwegs. Was gefällt Ihnen besser, Uri im Winter oder im Sommer?

Das ist schwierig zu sagen. Gerade das Urserntal finde ich im Winter besonders schön und wild. Auch, weil man auf dem Gemsstock auf über 3000 Metern auf die unzähligen verschneiten Gipfel runterblicken kann.

Und was gefiel Ihnen am besten an Uri im Winter?

Besonders beeindruckt hat mich das Brunnital und dort vor allem der Ruchen, den ich bis dahin noch nicht kannte. Alle reden immer von anderen Felsen, von der Eigernordwand zum Beispiel. Klar, das sind natürlich auch wirklich massige und grosse Wände. Aber wenn man dort unten vor diesem riesigen Ruchen steht, denkt man sich: Gopf, gibt es das wirklich bei uns? Das ist ja eigentlich eine riesen Attraktion, noch dazu so wild, einsam und ursprünglich. Das war für mich schon sehr beeindruckend. Da verstehe ich auch den Wildhüter, den wir beim Dreh angetroffen haben und der scherzhaft meinte, wir sollten besser nicht ins Brunnital gehen, denn das würden die Einheimischen gerne für sich behalten. Eben, ein «heimlifeisser» Kanton, aber zu Recht!

Bisher waren Sie mit «SRF bi de Lüt» in der warmen Jahreszeit unterwegs. Mit «Winter Wunderland» ging’s nun in den Schnee. Was mögen Sie lieber, Sommer oder Winter?

Ich habe schon sehr gerne Winter. Vor allem die Natur gefällt mir im Schnee besonders gut. Wenn die schroffen Felsen verschneit sind, werden sie so rund und sanft und trotzdem so wild und mächtig. Das fasziniert mich. Ausserdem sind ich und meine Familie passionierte Skifahrer und auch privat oft im Schnee unterwegs.

Wohin zieht es Sie, wenn Sie auf die Skier steigen?

Wir sind oft in Andermatt unterwegs, auf dem Stoos oder für längere Skiferien im Bündnerland. Das ist das Wunderbare in der Schweiz: Das Angebot für Skibegeisterte ist hier einfach riesig und alle Destinationen sind in einer guten Distanz erreichbar. Und dank «Winter Wunderland» habe ich nun auch eine Skitour entdeckt, die ich bisher nicht kannte, mich aber sehr beeindruckt hat.

Welche?

Jene über den Kinzigpass, das war extrem schön. Die ganze Gegend dort ist meines Erachtens fast so etwas wie ein Nationalpark, so wild und unberührt, gerade im Winter. Da waren nur wir, der Schnee, kein Skilift, keine Menschen. Das ist auch das, was auf der ganzen Reise mit «Winter Wunderland» so eindrücklich war im Vergleich zu den normalen «Wunderland»-Sendungen im Sommer: das Menschenleere und die Ruhe.

Hinweis

«SRF bi de Lüt – Winter Wunderland» ist am Freitag, 9. Februar, 20.05 Uhr, auf SRF 1 zu sehen.

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