SRG ZENTRALSCHWEIZ: Niklaus Zeier folgt auf Viktor Baumeler

Viktor Baumeler ist nach 13 Jahren als Präsident der SRG idée suisse Zentralschweiz zurückgetreten. Zu seinem Nachfolger wurde am Samstag in Altdorf Niklaus Zeier gewählt.

Merken
Drucken
Teilen
Niklaus Zeier (links) und sein Vorgänger Viktor Baumeler. (Bild Charles Christen)

Niklaus Zeier (links) und sein Vorgänger Viktor Baumeler. (Bild Charles Christen)

Dass die 54. Delegiertenversammlung der SRG idée suisse Zentralschweiz (SRG.Z) unter besonderen Zeichen stand, war am Samstag nicht zu übersehen: In der illustren Runde im theater(uri) in Altdorf waren auch national bekannte Gesichter der SRG anzutreffen. So hatten etwa Ingrid Deltenre, Direktorin des Schweizer Fernsehens, und Jean-Bernard Münch, Präsident der SRG SSR idée suisse den langen Weg auf sich genommen, um Viktor Baumeler, den langjährigen Präsidenten der SRG.Z, würdig zu verabschieden.

«Stillstand bedeutet Rückschritt»
In seinem letzten Jahresbericht als Präsident der SRG.Z konnte Viktor Baumeler auf ein ereignisreiches Jahr 2007 zurückblicken. Gewidmet war der Jahresbericht den rund 30 neu erwählten Botschaftern, welche an allen Anlässen der Trägerschaft für die idée suisse und für den Service public auftreten und einstehen. Auch im laufenden Jahr stehen der SRG zwei grosse Herausforderungen bevor. Die SRG im Allgemeinen steht vor einer bundesrätlich verordneten Statutenrevision, die Vereinfachungen von Strukturen und Abläufen vorsieht. Die Medienkonvergenz im Online-Zeitalter hingegen bildet den Schwerpunkt der SRG Deutschschweiz. «Veränderungen sind notwendig und gut», gab sich Baumeler überzeugt. «Denn Stillstand bedeutet Rückschritt.»

Veränderungen gibt es auch im personellen Bereich: Nach 13 Jahren als Präsident legte Viktor Baumeler an der DV in Altdorf sein Amt nieder. «Das viktorianische Zeitalter ist nun vorbei», scherzte der ehemalige Luzerner Staatsschreiber.

Die Treue hält Baumeler der SRG auch weiterhin. Als Verwaltungsratspräsident der SRG Deutschschweiz nimmt der Luzerner eine neue Herausforderung an. «Baumeler pflegt die Tradition, ist aber ebenso weltoffen», schwärmte Schweizer Fernseh-Direktorin Ingrid Deltenre in ihrer Laudatio zum Abschied des SRG.Z-Präsidenten. «Die Mischung aus Standhaftigkeit und Grosszügigkeit im Denken und Handeln ist typisch für die Innerschweiz.»

Zentralschweiz farbiger machen
Der vom Vorstand vorgeschlagene Niklaus Zeier wurde von den 66 Stimmberechtigten einstimmig als Nachfolger Baumelers zum Präsidenten der SRG.Z gewählt. Der 54-jährige Zeier ist Mitglied in mehreren Gremien der SRG und leitet seit 1995 die Stelle für Kommunikation der Stadt Luzern. «In meinem neuen Amt möchte ich die sechs Sektionen noch besser kennen lernen», sagte der neu gewählte Präsident Zeier. «Radio und Fernsehen sollen künftig das Bild der Zentralschweiz noch farbiger und lebendiger gestalten.»


Raffaela Truttmann

Den ausführlichen Artikel lesen Sie am Montag in der Neuen Urner Zeitung.