Staatsanwalt fordert 15 Jahre für Barbetreiber

Der Urner Oberstaatsanwalt hat am Freitag harte Strafen für Ignaz W. und Sasa S. gefordert. Das Opfer soll 40'000 Franken erhalten.

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Von links: einer der Laienrichter, der angeklagte Barbetreiber und dessen amtlicher Verteidiger. (Bild: Zeichnung Aleksandra Mladenovic)

Von links: einer der Laienrichter, der angeklagte Barbetreiber und dessen amtlicher Verteidiger. (Bild: Zeichnung Aleksandra Mladenovic)

Für den Urner Oberstaatsanwalt Bruno Ulmi steht fest: «Ignaz W. hat den Auftrag gegeben, seine Ehefrau Nataliya K. zu töten.» Er soll die Tat zusammen mit dem Kroaten Sasa S. geplant, ihm die Waffe verschafft und ihn dafür bezahlt zu haben. «Mit der ‹Beseitigung› seiner Frau wollte Ignaz W. seine akuten Geldprobleme lösen», zeigte sich Ulmi gestern überzeugt.

«Nur wenig strafmildernd»

Das Strafmass bei einem vollendeten Mord liege bei sechzehn Jahren Gefängnis, führte der Staatsanwalt am Freitag aus. Beide Angeklagten seien voll schuldfähig. Dass es beim Versuch geblieben sei, dürfe nur wenig strafmildernd in Betracht gezogen werden. Aus diesem Grund fordert er für Ignaz W. wegen versuchten Mordes in Mittäterschaft und wegen versuchter Tötung 15 Jahre Freiheitsstrafe.

Auf Holländer geschossen

Zur versuchten Tötung: Der Staatsanwalt erachtet es als erwiesen, dass Ignaz W. am 4. Januar 2010 vor der «Taverne» in Erstfeld mit einer Pistole einen gezielten Schuss in Richtung eines Holländers abgegeben hat. Mit diesem soll er sich kurz zuvor in der «Taverne» gestritten haben.

Für Sasa S. fordert er wegen versuchten Mordes 12½ Jahre Gefängnis, als Zusatzstrafe zur bereits von der Obwaldner Staatsanwaltschaft beschlossenen Haft von 18 Monaten.

Bruno Arnold

Den ausführlichen Artikel sowie alle bisher erschienen Artikel finden Sie unter www.urnerzeitung.ch/gerichtsprozess