STAATSRECHNUNG: «Solche Zahlen sind einmalig»

Die Staatsrechnung 2007 schliesst über 31 Millionen Franken besser als budgetiert. Das hat aber nur zur Hälfte mit den Geschäften im 2007 zu tun.

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Der Urner Finanzdirektor Markus Stadler gibt erfreuliche Zahlen bekannt. (Bild Angel Sanchez/Neue UZ)

Der Urner Finanzdirektor Markus Stadler gibt erfreuliche Zahlen bekannt. (Bild Angel Sanchez/Neue UZ)

Finanzdirektor Markus Stadler freute sich am Mittwoch über die Zahlen, die er den Medien vorlegen konnte. «Uri ist im Konzert der Kantone mit dabei», stellt er befriedigt fest. Denn: Fast alle anderen Kantone schliessen ebenfalls besser als budgetiert ab. Und das sind die Kennzahlen der Urner Staatsrechnung 2007: Bei einem Ertrag von 366,9 Millionen und einem Aufwand von 328,1 Millionen Franken resultieren Mehreinnahmen von 38,8 Millionen Franken. Budgetiert war ein Überschuss von 7,1 Millionen Franken. Das sind 31,7 Millionen Franken mehr als vorgesehen. Eine Rechnung, die mit einem so hohen Benefiz schiesst, wird es nicht wieder geben. «Solche Zahlen sind einmalig», so Stadler.

Hochkonjunktur und NFA
Für das gute Abschneiden nennt der Finanzdirektor zwei Hauptgründe. Erstens: Die gegenwärtige Hochkonjunktur. Für Stadler heisst das: «Unsere Rechnung muss positiv abschliessen. Wenn nicht jetzt, wann dann?» Uri müsse seine Schulden weiter abbauen, um für schlechtere Zeiten gerüstet zu sein. «Der Kanton wird in den kommenden Jahren sehr grosse Aufgaben und Ausgaben zu bewältigen haben.» Als Beispiele nannte Stadler den Hochwasserschutz und die Kantonsstrassen. Zweitens: Die neue Buchhaltungspraxis, die auch wegen des Neuen Finanzausgleichs (NFA) eingeführt worden ist. Ohne diese Neuerung würde der Ertragsüberschuss in der laufenden Rechnung aber immer noch um 15,3 Millionen Franken besser ausfallen. Die neue Praxis sieht die periodengerechte Abgrenzung vor. Die Beiträge, die erst im 2008 ein- oder ausgehen, aber noch das Jahr 2007 betreffen, müssen noch im 2007 verbucht werden. Diese einmalige Bereinigung ergibt Mehreinnahmen beim Finanzausgleich (18,9 Millionen), bei der Verrechnungssteuer (5,3 Millionen) und bei den Bundesbeiträgen für den Unterhalt und Betrieb der Nationalstrasse (6,4 Millionen Franken).

Markus Zwyssig

Den ausführlichen Artikel lesen Sie am Donnerstag in der Neuen Urner Zeitung.