Standseilbahn lockt Touristen an

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Rückblick Die Strasse von Amsteg nach Bristen war vom 24. März bis am 18. Juni 2003 gesperrt. Am 31. März 2003 musste ein absturzgefährdeter Felskopf im Gebiet St. Antoni weggesprengt werden. 16000 Kubikmeter Fels überquerten nach der Sprengung fünfmal die kur­venreiche Bristenstrasse. Wegen des schlechten Fundaments der 100 Jahre alten Strasse waren die Schäden grösser als erwartet, die Wiederherstellung dauerte einen Monat länger als geplant und kostete 9,6 statt 3,6 Millionen Franken.

Wer damals nicht zu Fuss oder auf dem Luftweg nach Bristen wollte, konnte auf ein aussergewöhnliches Transportmittel zurückgreifen: die ehemalige Standseilbahn des KW Amsteg. Sie war innerhalb von knapp zwei Monaten für rund 300 000 Franken saniert worden, um während der Sperrung der Bristen­strasse als Noterschliessung des Dorfes zu dienen.

Die 1920 erstellte 400 Meter lange Bahn diente dem Bau und dem späteren Unterhalt der dreiröhrigen Druckleitung, die über eine Höhendifferenz von 235 Metern vom Wasserschloss Bristen zum Kraftwerk Amsteg hinunterführt. Gleichzeitig diente sie dem Kraftwerkpersonal bis 1998 als Zugang zum Wasserschloss und zum Druckstollen. In 6 Minuten ging es hinauf zur Bergs­tation, und von dort aus verkehrten im Jahr 2003 Gratisbusse für jedermann. Die Fahrt entlang der alten Druckleitung war damals bei Touristen äusserst beliebt. Insgesamt wurden während der knapp dreimonatigen Betriebszeit rund 60000 Personen transportiert. (bar)