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Starker Auftritt des FC Schattdorf wird nicht belohnt

Schattdorf heizt dem Tabellenzweiten Rotkreuz über weite Strecken tüchtig ein, zieht aber letztlich unglücklich mit 0:1 Toren den Kürzeren. Der Siegtreffer für die Zuger fällt mittels Penalty erst kurz vor Schluss.
Urs Hanhart
Der Schattdorfer Robin Mahrow muss sich gleich gegen drei Rotkreuzer Spieler durchsetzen. (Bild: Urs Hanhart, Schattdorf, 11. Mai 2019)

Der Schattdorfer Robin Mahrow muss sich gleich gegen drei Rotkreuzer Spieler durchsetzen. (Bild: Urs Hanhart, Schattdorf, 11. Mai 2019)

Die Vorzeichen für das Heimspiel gegen Rotkreuz vom vergangenen Samstag (2. Liga regional) waren alles andere als gut. Vor Wochenfrist hatten die Schattdorfer gegen Emmenbrücke eine brutale 1:5-Schlappe kassiert, und mit dem FC Rotkreuz war ein weiteres Spitzenteam zu Gast, gegen das die Urner in der Hinrunde sang- und klanglos mit 1:6 Toren untergegangen waren. Aber wer davon ausging, dass die Platzherren aufgrund dieser Negativerfahrungen vorsichtig oder gar gehemmt zur Sache gehen würden, musste sich eines Besseren belehren lassen.

Das Gegenteil war der Fall. Die Rot-Schwarzen entwickelten von Beginn weg viel Offensivpower und erarbeiteten sich bereits in der dritten Minute ihre erste Torchance. Nach einem von Philipp Zurfluh getretenen Eckball kam Joachim Gisler per Kopf beinahe zum Erfolg. In der 25. Minute konnte Robin Mahrow unverhofft fast ungestört auf den gegnerischen Kasten losziehen, scheiterte jedoch mit seinem Abschluss am geschickt herauslaufenden Rotkreuz-Schlussmann Stephan Hilpert.

Spiel war lange auf Messers Schneide

Nach diesen Warnschüssen steigerten sich die favorisierten Zuger, die in dieser Saison erst drei Niederlagen hinnehmen mussten. Sie übernahmen in der Folge das Spieldiktat, brauchten gegen die effizient arbeitende Defensive der Gastgeber allerdings lange, um zur ersten echten Torgelegenheit zu kommen. In der 36. Minute war es dann so weit: Drang Gyorgiev eröffnete nach einem Eckball per Kopf beinahe das Skore. Schattdorf-Goalie Raphael Imhof parierte jedoch mit mirakulösem Reflex. Nur Sekunden vor dem Halbzeitpfiff konnte sich der Heimkeeper nochmals auszeichnen. Er verkürzte Gyorgiev gekonnt den Winkel und verhinderte so den Pausenrückstand geschickt. So blieb es beim torlosen Remis – unter dem Strich sicherlich ein gerechtes Pausenresultat.

Nach dem Wiederanpfiff legten die Gäste bei ihren Offensivbemühungen noch einen Zacken zu. Keeper Imhof rückte noch mehr in den Brennpunkt des Geschehens. In der 47. und 53. Minute vergab der Rotkreuzer Sturmtank Balu Bokanga Ndoy zwei Grosschancen – eine per Kopf und die andere mit dem Fuss, wobei Imhof in einem Fall wiederum als Spielverderber agierte. Schattdorf musste aufgrund des zunehmenden Drucks vorne vorübergehend etwas kleinere Brötchen backen. Die erste gefährliche Aktion liess bis zur 70. Minute auf sich warten. Mahrow schlenzte einen Weitschuss knapp links tief am Gehäuse vorbei. Nur drei Minuten später bediente Mahrow den kurz zuvor für Philipp Gisler eingewechselten Patrik Stampfli mit einem präzis getimten Querpass in den Strafraum. Dessen Direktabnahme landete allerdings direkt in den Händen von Keeper Hilpert.

Rotkreuz verwandelt Elfmeter souverän

Die Entscheidung in dieser hart umkämpften Partie fiel rund fünf Minuten vor Spielschluss. Schiedsrichter Peter Vlajnic zeigte nach einem Foul im Bereich der Strafraumgrenze ohne zu zögern auf den Elfmeterpunkt. Den Penalty verwandelte Ndoy, seines Zeichens der beste Spieler auf dem Platz, eiskalt. Daraufhin warfen die Schattdorfer alles nach vorne, um wenigstens noch einen Punkt retten zu können. Aber die Schlussoffensive brachte nichts mehr ein. Letztlich mussten die Hausherren sogar froh sein, nicht noch einen weiteren Gegentreffer zu kassieren. Rotkreuz versiebte in der Nachspielzeit noch zwei hochkarätige Konterchancen.

FCS-Trainer Hürlimann ist zuversichtlich

Trotz dieser bitteren Niederlage wirkte Schattdorf-Trainer Martin Hürlimann nach dem Spiel keineswegs niedergeschlagen, sondern aufgestellt. Dementsprechend lautete auch sein Fazit: «Mit der Leistung meines Teams bin ich sehr zufrieden, nicht aber mit dem Resultat. Es ist uns gelungen, einem auf dem Papier übermächtigen Gegner mit vielen starken Spielern Paroli zu bieten. Mit dem gezeigten Einsatz hätten wir durchaus einen Punkt verdient gehabt. Leider hat ein unnötiges Foul zu dieser Niederlage geführt. Super ist, dass meine Mannschaft nach der Schlappe in Emmenbrücke eine tolle Reaktion gezeigt hat.» Im Hinblick auf die nächsten Partien ist Hürlimann zuversichtlich. Er betonte: «Jetzt folgen einige wichtige Spiele. Wir müssen uns immer noch nach hinten orientieren. Aber ich bin optimistisch, dass wir den Ligaerhalt schaffen.»

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