Start zu Grossprojekt des Musikvereins Haldi ist erfolgt

Der 1971 gegründete Verein plant zum 50-Jahr-Jubiläum eine Neuinstrumentierung und eine Teiluniformierung.

Bruno Arnold
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Der Musikverein Haldi will sich beim 50-Jahr-Jubiläum im Mai 2021 mit neuen Instrumenten präsentieren.

Der Musikverein Haldi will sich beim 50-Jahr-Jubiläum im Mai 2021 mit neuen Instrumenten präsentieren.

Bild: PD

Der Musikverein (MV) Haldi hat den Startschuss für ein ehrgeiziges Projekt vollzogen: Zum 50. Geburtstag, der am 7. und 8. Mai 2021 gefeiert wird, wollen sich die 24 Aktivmitglieder mit neuen Instrumenten und in zum Teil angepassten Uniformen präsentieren. «Wir rechnen mit Kosten von rund 135'000 Franken», erklärt OK-Präsident Alois Gisler. Er hat selber während 22 Jahren als Trompeter im MV Haldi mitgespielt. Zusammen mit dem aktuellen Vereinspräsidenten Hans Müller trägt Gisler die Hauptverantwortung für die in diesen Tagen gestartete Sammelaktion.

«135'000 Franken sind für uns Haldiberger sicher ein grosser Brocken», weiss der OK-Präsident. Er gibt sich aber äusserst zuversichtlich: «Unser Musikverein geniesst nicht nur bei den rund 300 Einwohnern auf dem Haldi grosse Sympathie. Er hat sich auch mit zahlreichen Auftritten bei kulturellen, kirchlichen und gesellschaftlichen Anlässen in den Gemeinden Schattdorf und Bürglen, zu denen das Haldi politisch gehört, einen äusserst guten Namen geschaffen.»

Mitglieder mit Idealismus und grosser Tatkraft

Gislers Zuversicht hat aber nicht zuletzt mit der positiven Haltung der Aktivmitglieder zu tun. «Ich spüre bei meinen Kontakten mit dem Dirigenten sowie mit den Bläsern und Perkussionisten, dass alle bereit sind, mit grossem persönlichem Engagement, viel Idealismus und tatkräftigem Mitwirken bei unterschiedlichsten Aktivitäten einen wichtigen Beitrag zum Gelingen des Vorhabens zu leisten.»

Der Einsatz der Aktivmitglieder allein werde allerdings nicht genügen: «Wir sind auch auf die Unterstützung der Bevölkerung der beiden Standortgemeinden, der öffentlichen Hand, von Stiftungen, Unternehmen sowie von privaten Sponsoren und Gönnern angewiesen», betont Gisler.

Mit dem Ja zur Neuinstrumentierung und zur Teiluniformierung beweisen die Haldiberger, dass sie von der erfolgreichen Zukunft ihres Vereins überzeugt sind. Und das können sie aus gutem Grund tun. Hatte man bei der Gründung des MV Haldi im Jahr 1971 betreffend «Überleben» des Vereins in breiten Kreisen der Urner Blasmusikszene höchstens ein müdes Lächeln übrig, zollt man der zweitjüngsten Sektion des Blasmusikverbands Uri heute höchsten Respekt. Der MV Haldi zählt nämlich zu den wenigen Musikvereinen im Urnerland, die von sich behaupten dürfen, kein Nachwuchsproblem zu haben. Heute spielen 24 Mitglieder im Alter von 15 bis 71 Jahren mit. «Auf dem Haldi ist das Mitmachen im eigenen Musikverein mittlerweile fast Ehrensache», sagt Gisler.

Plattform für fantastisches Hobby bieten

Der MV Haldi nehme aber auch soziale Verantwortung wahr. Das grösste Ziel der Verantwortlichen bestehe seit jeher darin, junge Leute für die Blasmusik zu begeistern und ihnen eine Plattform zu bieten, um diesem fantastischen Hobby nachzugehen. «Wer Musik mach, tut dies nie nur für sich alleine, sondern immer auch für andere», betont Gisler. Und um dieses Ziel auch in Zukunft erreichen zu können, wolle man jedem Mitglied weiterhin kostenlos ein Instrument zur Verfügung stellen. «Denn wir möchten das kulturelle, kirchliche und gesellschaftliche Leben auf dem Haldi, in Schattdorf, Bürglen, aber auch in andern Urner Gemeinden oder sogar ausserhalb des Kantons weiterhin mit Musik, die ins Herz geht, bereichern und beleben.»

Das Einhalten des Zeitplans ist nach Meinung von Alois Gisler «zwar ehrgeizig, aber realistisch». Die Finanzierungsaktivitäten und die Sammelaktion sind aufgegleist, die Auswahl der Instrumente ist bereits erfolgt, die definitive Bestellung soll im Oktober vorgenommen werden, die Lieferung im Februar 2021 erfolgen. «Ich freue mich bereits jetzt auf die Festivitäten im Mai 2021. Dass bis dahin noch viel Arbeit auf uns wartet, ist keine Belastung, sondern viel mehr Herausforderung und zusätzlicher Ansporn.» Man werde versuchen, sich als Verein möglichst oft in positivem Licht zu präsentieren, unter anderem beispielsweise als Urner Vertretung am Zürcher Sechseläuten vom 20. April 2020.