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STATISTIK: Auch in Uri ist die Geburtenrate am Steigen

2017 dürfte es in der Zentralschweiz erneut zu einem Geburtenrekord gekommen sein. Verantwortlich dafür ist das anhaltende Bevölkerungswachstum – doch es gibt noch zwei weitere Gründe.
Kilian Küttel und Bruno Arnold
Ein Vater hält sein neugeborenes Kind in den Armen. (Bild: Gaetan Bally/Keystone)

Ein Vater hält sein neugeborenes Kind in den Armen. (Bild: Gaetan Bally/Keystone)

Allein im Luzerner Kantonsspital (Luks) mit den Standorten Luzern, Sursee und Wolhusen erblickten in den ersten elf Monaten des Jahres 2017 total 3078 Kinder das Licht der Welt. 2016 waren es im selben Zeitraum 2968 gewesen. 2017 dürfte der Rekord erneut geknackt worden sein: Bis am 28. Dezember zählte das Luks nämlich bereits 104 Geburten mehr als im Vorjahr. Am Standort Luzern wurde tags darauf gar die 2000er-Marke erreicht. Eine Zahl, die das Luks selbst in den 1960er-Jahren nie erreicht hat, so Markus Hodel, Chefarzt der Frauenklinik am ­Luzerner Zentrumsspital.

Auch die anderen Zentralschweizer Spitäler und Geburtshäuser ausserhalb von Uri weisen bis Ende November 2017 hohe Geburtenzahlen aus (siehe Tabelle). Rechnet man die Zahlen auf das ganze Jahr hoch, scheint mit Blick auf die gesamte Zentralschweiz ein erneuter Rekord durchaus wahrscheinlich. Mehr Geburten als in den vergangenen drei Jahren gab es mit Sicherheit im Kantonsspital Uri, dessen Zahlen bereits vorliegen. 2017 kamen dort 297 Kinder auf die Welt. Ein Elternpaar durfte sich im Kantonsspital Uri über Zwillinge freuen (2016: 7 Zwillingsgeburten). Ausserdem wurden 2017 noch 6 Hausgeburten in die Statistik eingetragen. Nicht eingerechnet ist die Zahl der Urner Kinder, die 2017 ausserhalb von Uri geboren wurden. Der absolute Urner Geburtenrekord der Neuzeit geht auf das Jahr 2000 zurück: Damals wurden im Kantonsspital 396 Geburten (205 Knaben und 191 Mädchen) in die Statistik eingetragen.2017 wurden mehr Knaben (154) als Mädchen (143) geboren. Dies ist in Uri «fast üblich», denn mehr Mädchen als Knaben waren in den vergangenen gut 20 Jahren nur 1996, 2002, 2015 und 2016 registriert worden.

Keine Trends ablesen

Aus all diesen Zahlen sollte man allerdings keine Trends ablesen. Der Grund: Geburtenzahlen sind von Natur aus sehr schwankend. Ein Beispiel? Im Gegensatz zu den Vorjahren wurde bis gestern Abend (Redaktionsschluss) in Uri noch keine Geburt registriert.

2017 gab es im Kantonsspital Uri 7 ambulante Geburten. (2016: 7; 2015: 4; 2014: 7; 2013: 5; 2012: 8). Zum Vergleich: 2004 verliessen beispielsweise noch 21 Frauen das Spital vier bis sechs Stunden nach der ambulanten Geburt zusammen mit ihren Kindern wieder. Einerseits scheinen die Urnerinnen offenbar die sehr gute Betreuung im Kantonsspital Uri zu schätzen und bleiben zwischen vier und fünf Tagen, um sich zu erholen. Andererseits hängt die Aufenthaltsdauer im Kantonsspital aber auch von der Betreuungssituation zu Hause oder davon ab, ob das Kind auf natürlichem Weg oder mittels Kaiserschnitt zur Welt gekommen ist.

Mehrlingsgeburten und andere Gründe

Einer der Gründe für die anhaltend hohen Geburtenzahlen in der Zentralschweiz ist für Markus Hodel die Attraktivität der Region als Wohnort und das damit verbundene anhaltende Bevölkerungswachstum. Unter Umständen könne die Geburtenrate weiter ansteigen, da in vielen Regionen stark gebaut werde und dementsprechend auch potenzielle Eltern in die Gegend ziehen dürften.

Weiter beobachtet Hodel mehr Mehrlingsgeburten als noch vor einigen Jahren – was einerseits daran liegt, dass Frauen zunehmend älter werden, bevor sie Kinder bekommen. Andererseits sei künstliche Befruchtung gefragter als früher. Schliesslich trägt noch ein weiterer Trend dazu bei, dass die Geburtenraten zumindest stabil bleiben: Familien möchten vermehrt drei oder gar vier Kinder.

Kilian Küttel und Bruno Arnold

redaktion@urnerzeitung.ch

Beliebteste Vornamen 2017

Kanton Uri Laura und Sophia (in unterschiedlichen Schreibweisen) waren 2017 die am häufigsten gewählten Vornamen für Mädchen, die in Uri auf die Welt kamen (je 4). Je dreimal wurden Jana, Julia, Lea, Lorena, Elin und Nina in die Statistik eingetragen. Bei den Knaben waren im 2017 Julian, Noah und Jonas (je viermal) die beliebtesten Vornamen, gefolgt von Nico, Lian, Leon und Leano (je dreimal).

(bar)

Geburtenrate in Zentralschweizern Spitälern und Geburtshäusern

2013 2014 2015 2016 2017*
Kantonsspital Uri, Altdorf 303 284 285 293 269
Luzerner Kantonsspital gesamt 3105 3146 3109 3211 3078
Standort Luzern 1875 1832 1833 1932 1852
Standort Sursee 803 820 821 833 841
Standort Wolhusen 445 494 455 446 385
Hirslanden-Klinik St. Anna, Luzern 850 787 847 832 764
Geburtshaus Terra Alta, Oberkirch 201 220 216 212 257
Zuger Kantonsspital, Baar 834 843 894 928 832
Hirslanden-Klinik St. Andreas, Cham 501 520 490 548 430
Spital Schwyz 454 454 482 442 404
Kantonsspital Nidwalden, Stans 468 522 557 572 501
Kantonsspital Obwalden, Sarnen 242 290 281 289 289

* Stand Ende November 2017 / Quellen: Spitäler

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