STATISTIK: Die Urner Polizei kostet pro Kopf am meisten

Die Urner Polizei gehört gemäss dem «Blick» zu den teuersten der Schweiz. Gemessen an der geringen Kriminalität komme die Polizei die Polizei den Bürger «nirgends so teuer wie am Gotthard».

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Polizisten der Kantonspolizei Uri auf Patrouille. (Archvibild Sven Aregger/Neue UZ)

Polizisten der Kantonspolizei Uri auf Patrouille. (Archvibild Sven Aregger/Neue UZ)

Der Kanton Uri, ein «Bergkanton, ohne Grossstadt, mit der tiefsten Drogenkriminalität und der viertkleinsten Tötungsrate aller Kantone» weist gemäss dem Artikel die vierthöchsten Polizeikosten auf und habe am drittmeisten Polizisten von allen Kantonen in der Schweiz.

Uri habe pro Einwohner im Jahr 2005 529 Franken pro Einwohner für die Polizei ausgegeben, jedoch nur 12 Drogendelikte auf 10'000 Einwohner verzeichnet (Zahlen 2005/2006, Mittelwert in der Schweiz: 406 Franken/62,6 Drogendelike).

Tiefer Wert in Obwalden
Auch im Kanton Zug werde viel für die Polizei ausgegeben, nämlich 472 Franken (SZ 398 Franken, NW 370 Franken, LU 334 Franken, OW 274 Franken). Dies bei 34,4 Drogendelikten auf 10'000 Personen im Kanton Zug. In Korrelation zur Bevölkerungsgrösse habe die Polizei in Appenzell Ausserhoden am wenigsten (253) und in Basel Stadt am meisten gekostet (774).

Gemäss Karin Keller-Sutter, Polizeidirektorin in St. Gallen, seien die Zahlen aber mit Vorsicht zu geniessen. Diese seien nicht «ohne weiteres vergleichbar», wird Keller-Sutter im «Blick»-Artikel vom Montag zitiert.

scd