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Staudamm wird vorerst nicht erhöht

Rückschlag für das Projekt am Göscheneralpsee: Die Mauern des Stausees werden vorerst nicht um 8 Metern erhöht.
Die Staumauer des Göscheneralpsees wird vorerst nicht um 8 Meter erhöht. (Bild: Silvan Herger/pd)

Die Staumauer des Göscheneralpsees wird vorerst nicht um 8 Meter erhöht. (Bild: Silvan Herger/pd)

Der Verwaltungsrat der Kraftwerk Göschenen (KWG) hat an seiner Sitzung vom Donnerstag entschieden, dass er dem Projekt zum jetzigen Zeitpunkt nicht zustimmen kann. Als Grund schreibt die CKW, die am KWG mit 50 Prozent beteiligt ist, dass die Wirtschaftlichkeit fehlen. Zusammen mit der Korporation Uri hat der Kanton beim Gericht eine Klage (siehe Box) gegen die CKW eingereicht. Dort fehle es an Verbindlichkeit, heisst es weiter.

40 Prozent teurer

«Der vorliegende Kostenvoranschlag aus der öffentlichen Ausschreibung übersteigt die ursprünglich erwarteten 24 Millionen Franken Gesamtkosten um über 40 Prozent», sagt Verwaltungsratspräsident Urs Fischer. Es sei mit Mehrkosten zu rechnen, weil das Projekt sehr komplex sei. Zwischen Kanton, Korporation und KWG konnte keine verbindliche Lösung gefunden werden. «Wir bedauern es, dass dieses Projekt zur Optimierung der Wasserkraftnutzung im Kanton Uri vorerst nicht realisieren zu können», sagt Peter Lustenberger von der Geschäftsführung des KWG. Weitere Verhandlungen hätten den auf April 2011 festgelegten Baubeginn verunmöglicht.

Nächster Termin: August 2011

Das Kraftwerk investierte bisher knapp 3 Millionen Franken in das Projekt. Eine Dammerhöhung in der Göscheneralp ist seit 1963 ein Thema: Schon mehrfach wurden Erhöhungen von 15 und mehr Metern geprüft und wieder verworfen. Im August 2011 soll das Vorhaben erneut geprüft werden, wenn sich bis dann die Rahmenbedingungen verbindlich ändern.

rem

Göscheneralp-Konzession: Darum geht es

Der Kanton und die Korporation Uri haben im März 2010 gegen die Kraftwerk Göschenen AG eine verwaltungsrechtliche Klage beim Urner Obergericht eingereicht. Umstritten ist die Auslegung von Artikel 14 der Göscheneralp-Konzession. Dieser sieht vor, dass Uri vom Kraftwerk Göschenen (an dem die Centralschweizerischen Kraftwerke, die SBB, der Kanton Uri und die Korporation Uri beteiligt sind) Energie zu Vorzugspreisen beziehen kann. Konkret schreibt die Göscheneralp-Konzession vor, dass die Kraftwerk Göschenen AG, beziehungsweise die CKW, «vorweg den Energiebedarf im Kanton Uri abdecken, soweit er nicht durch die Ortswerke Ursern, Göschenen und Erstfeld und von später entstehenden Werken gedeckt werden kann». Unter diesem Aspekt hat Uri 2008 auch der vom Elektrizitätswerk Altdorf geforderten Strompreiserhöhung zugestimmt. Der Regierungsrat verlangte damals, dass die unterschiedlichen Auffassungen zwischen dem Kanton und dem EWA, bezüglich der Abgabe von Energie an den Kanton Uri, dereinst geklärt werden müssen. Da sich die Parteien diesbezüglich nicht einigen konnten, muss jetzt das Gericht entscheiden. Der Entscheid steht aus.

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