Steinegger ist gegen «Ausbau auf Vorrat»

Im Skiegebiet Andermatt soll «etappenweise analog zur Nachfrage» investiert werden. Dafür plädiert Franz Steinegger und spricht sich damit gegen einen Ausbau auf einen Schlag im Unfang von rund 200 Millionen Franken aus.

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Franz Steinegger hebt den Mahnfinger. (Bild: Nadia Schärli/Neue LZ)

Franz Steinegger hebt den Mahnfinger. (Bild: Nadia Schärli/Neue LZ)

Der Präsident der Andermatt Gotthard Sportbahnen, ex-FDP-Präsident Franz Steinegger, wehrt sich gegen einen «Ausbau auf Vorrat» des Skigebiets in Andermatt. Er will «etappenweise analog zur Nachfrage investieren», sagte er in einem Interview mit der «SonntagsZeitung».

Mit dem geplanten Ausbau des Skigebiets in der Region Urserental- Oberalp-Sedrun für rund 200 Millionen Franken auf einen Schlag, seien sehr wahrscheinlich in den ersten fünf bis zehn Jahren Defizite programmiert, sagte Steinegger. Diese müssten am Schluss die öffentliche Hand zahlen, oder sie würden zur Zahlungsunfähigkeit führen, ist er überzeugt.

«Mit der Realisierung des Sawiris-Resorts kommen 2013/2014 rund 1000 Betten dazu. Um die Kapazitäten bei den Bahnen entsprechend zu erhöhen, braucht es vorerst 25 bis 30 Millionen Franken», sagte der Urner.

Geplant sind 18 Skilifte und Gondelbahnen sowie Skipisten, Beschneiungsanlagen und Restaurants. Als Investorin ist die schwedische Skigebiet-Betreiberin Skistar im Gespräch. Die Kantone Uri und Graubünden haben zum Ausbau Ende April das Richtplanverfahren eröffnet.

Die Bevölkerung kann zur Richtplan-Anpassung bis am 26. Mai Stellung beziehen. Die ersten neuen Skianlagen sollen schon Ende 2013 den Betrieb aufnehmen können.

sda/bep