Steinegger übernimmt NZZ-Präsidium ad interim

Konrad Hummler sistiert sein Mandat als Verwaltungsratspräsident der NZZ-Mediengruppe. Den Vorsitz übernimmt interimistisch der frühere Urner FDP-Nationalrat Franz Steinegger.

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Konrad Hummer tritt als Verwaltungsratspräsident der NZZ ab. (Bild: Keystone)

Konrad Hummer tritt als Verwaltungsratspräsident der NZZ ab. (Bild: Keystone)

Konrad Hummer tritt als Verwaltungsratspräsident der NZZ ab. (Bild: Keystone)

Konrad Hummer tritt als Verwaltungsratspräsident der NZZ ab. (Bild: Keystone)

«Die rechtlichen Auseinandersetzungen im Steuerstreit zwischen den USA und der Schweiz erfordern den Einsatz sämtlicher physischen und intellektuellen Kapazitäten», schreibt Konrad Hummler in einer Mitteilung vom Donnerstag. Konrad Hummler ist Teilhaber der Bank Wegelin, die ins Visier der US-Steuerbehörde geriet.

Um den nötigen Freiraum dafür zu gewinnen, habe er den Verwaltungsrat der AG für die Neue Zürcher Zeitung ersucht, das Amt des Präsidiums ad interim in andere Hände zu legen. «Meine Position als Verwaltungsrat, für die ich von der Generalversammlung 2011 für vier Jahre gewählt worden bin, bleibt davon unberührt», schreibt er weiter.

Die Sistierung von Konrad Hummlers Präsidialmandat bei der NZZ steht in direktem Zusammenhang mit dem Zerfall der Bank Wegelin. Vor knapp zwei Wochen verkaufte diese ihr gesamtes Geschäft mit Ausnahme der Kundenbeziehungen zu US-Amerikanern an die Raiffeisen Bank. Gegen die Bank Wegelin haben die US-Behörden eine Anklage wegen Beihilfe zur Steuerhinterziehung erhoben.

Zur NZZ-Mediengruppe gehört neben der Neuen Zürcher Zeitung auch die Neue Luzerner Zeitung und das St. Galler Tagblatt.

rem/sda