Bürglen: Sternsinger sammeln 12 000 Franken

Seit dem 5. Januar sind über 80 Schulkinder von Tür zu Tür gegangen, um für Kinder mit Behinderungen rund um die Welt zu sammeln.

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Etwas über 80 Schulkinder und 22 Leiterinnen trafen sich am 5. Januar um 16 Uhr in der Pfarrkirche Bürglen. Seelsorger René Deiss segnete sie und sandte sie anschliessend aus.

Als Sternsinger bringen die Kinder den Menschen den Segen Gottes und wünschen ihnen Frieden fürs neue Jahr. In dichtem Schneegestöber brachten sechs Fahrer die Sternsinger mit Kleinbussen und Privatfahrzeugen in die weitverzweigten Quartiere der Gemeinde. Elf Gruppen zogen während knapp vier Stunden von Tür zu Tür. Öffneten sich diese, sangen die Kinder voller Freude und mit viel Eifer ein bis zwei Lieder. Anderntags waren die Gruppen nochmals während zweieinhalb Stunden unterwegs. Bei winterlichen Verhältnissen nahmen die Sternsinger-Gruppen die Einladungen für ein kurzes Aufwärmen in einer warmen Stube äusserst gerne an. Eine weitere Gruppe von Sternsingern war ebenfalls am 6. Januar auf dem Biel unterwegs.

Um 19 Uhr am Abend des Dreikönigstags zog die eindrückliche Sternsinger-Schar in die Kirche ein. Die 33 Könige und elf Sternträger boten im Chor ein feierliches Bild. Der Gottesdienst, der von den Sternsingern mitgestaltet wurde, stand im Zeichen des diesjährigen Aktionsthemas «Kinder mit Behinderungen in Peru und weltweit». Zu Gast war Louisa. Sie erzählte von ihren Hobbys und ihren Lieblingsfächern in der Schule. Ein 8-jähriges Mädchen wie jedes andere, ausser, dass sie zur Fortbewegung ein Hilfsmittel braucht – ihren Travel-Scooter. Mit ihrer Offenheit und Unbeschwertheit ermöglichte Louisa den Gottesdienstbesuchern einen Einblick in ihr Leben, zu dem auch wöchentliche Therapiestunden gehören. Im Anschluss an die Messe genossen die Sternsinger sowie alle Helfer in der «Suppi» einen wohlverdienten Hotdog.

Spenden gehen an Projekt in Peru

Das Sternsinger-Team dankt allen herzlich für die wohlwollende und herzliche Aufnahme der Sternsinger-Gruppen beim Anklopfen an die Türen sowie für die grosszügigen Spenden von insgesamt mehr als 12 000 Franken. In vielen Ländern werden Kinder mit einer Behinderung heute noch als Schande oder zumindest eine Last empfunden. Sie werden von ihren oftmals überforderten Eltern versteckt oder vernachlässigt. Das Projekt «Yancana Huasy» in Peru setzt sich aus diesem Grund dafür ein, dass Kinder mit einer Behinderung in ihrer Individualität wahrgenommen und von der Gesellschaft akzeptiert werden. Dies geschieht durch Aufklärung der dortigen Bevölkerung, Therapien und medizinische Hilfsmittel. (pd/jb)