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Urner Landrat: Motionär will Steuerabzug für unentgeltliche Pflegearbeit

Personen, die unentgeltlich hilfsbedürftige Personen pflegen und betreuen, sollen steuermässig entlastet werden. Das fordert der Altdorfer CVP-Landrat Simon Stadler in einem Vorstoss.
Bruno Arnold
Wer zuhause unentgeltlich Personen pflegt, soll einen Steuerabzug geltend machen können. Das fordert ein Altdorfer CVP-Landrat. (Bild: KEYSTONE/Gaetan Bally)

Wer zuhause unentgeltlich Personen pflegt, soll einen Steuerabzug geltend machen können. Das fordert ein Altdorfer CVP-Landrat. (Bild: KEYSTONE/Gaetan Bally)

«Die regelmässige, zeitintensive und lang andauernde Betreuung und Pflege von Angehörigen zuhause ist für die betreuenden Personen eine grosse Herausforderung», schreibt der Altdorfer CVP-Landrat Simon Stadler in einer am 14. November eingereichten Motion.

Verluste beim Einkommen möglich

Neben der zeitlichen Belastung, die vielerorts zusätzlich zu derjenigen für Familie und Beruf anfalle, könnten auch emotionale Überlastung oder Überforderung aufgrund fehlenden Fachwissens nicht ausgeschlossen werden. Möglich seien zudem Verluste beim Einkommen und bei der Altersvorsorge, weil mit der Betreuungsaufgabe sehr oft auch eine Reduktion des Arbeitspensums verbunden sei.

Der vor Kurzem in Altdorf unter dem Motto «Hilfe annehmen ist eine Stärke» durchgeführte Tag für betreuende und pflegende Angehörige habe gezeigt, dass auch im Kanton Uri Entlastungs- und Unterstützungsangebote sehr gefragt seien.

«Sehr wichtige Arbeit zum Wohl der Gesellschaft»

«Meine Motion fordert keine direkte finanzielle Entschädigung für betreuende oder pflegende Angehörige», betonte Stadler gestern. «Aber es ist Zeit, dass diese sehr wichtige Betreuungs- und Pflegearbeit im Steuergesetz als Abzugsmöglichkeit beim steuerbaren Einkommen vorgesehen wird.» Dies wäre für den Motionär ein Zeichen der Wertschätzung und Anerkennung dieser «sehr wichtigen Arbeit zum Wohl der Gesellschaft».

Stadler fordert in seinem von Vertretern aller Fraktionen mitunterzeichneten Vorstoss eine Ergänzung des Gesetzes über die direkten Steuern im Kanton Uri. Konkret möchte er Personen, die unentgeltlich hilfsbedürftige Personen pflegen und betreuen, einen jährlichen Abzug von 5000 Franken beim steuerbaren Einkommen zugestehen. Die Regierung soll mit Vollzugsvorschriften die Einzelheiten dieser Abzugsmöglichkeit regeln.

Kanton und Gemeinden können Kosten einsparen

«Kranke, betagte und invalide Personen werden häufig zu Hause von Angehörigen gepflegt», erklärte der CVP-Vertreter weiter. «Für die Betroffenen hat diese Form der Betreuung grosse Vorteile, da sie dadurch in ihrer gewohnten Umgebung und zusammen mit ihnen vertrauten Personen wohnen können.» Diese private Betreuungsform sei aber nicht nur für Kranke, Behinderte oder Betagte ein Mehrwert.

Auch die Kantone und die Gemeinden könnten so jährlich hohe Gesundheitskosten einsparen, die bei einer externen Pflege anfallen würden. «Schweizweit leisten Angehörige jährlich Millionen solche Betreuungs- und Pflegestunden», betonte der Motionär. «Sie leisten damit einem wichtigen Beitrag dafür, dass die Gesundheitskosten nicht noch weiter ansteigen. Dies geht geldwertmässig in die Milliarden.»

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