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Steuererhöhung in Spiringen ist vorerst vom Tisch

Für nächstes Jahr wird ein Minus von rund 7000 Franken erwartet. Die Bürger befinden an der Versammlung über drei Kreditbegehren. Laut Gemeinderat sei eine Steuererhöhung trotz der bevorstehenden Investitionen nicht nötig.
Philipp Zurfluh
Der Friedhofweg soll einer Sanierung unterzogen werden. (Bild: Philipp Zurfluh, Spiringen, 30. Oktober 2018)

Der Friedhofweg soll einer Sanierung unterzogen werden. (Bild: Philipp Zurfluh, Spiringen, 30. Oktober 2018)

Die Traktandenliste der Spirgner Gemeindeversammlung vom Donnerstag, 8. November, ist reich befrachtet. Unter anderem wird das Budget 2019 behandelt. Bei einem Gesamtaufwand von 3’154’433 Franken und einem Gesamtertrag von 3’070’939 Franken sieht das Budget 2019 einen Aufwandüberschuss von 7314 Franken vor. Dank der getätigten zusätzlichen Abschreibungen in den Vorjahren werden die zukünftigen Erfolgsrechnungen einerseits entlastet, andererseits sind die Abschreibungen der 1. Etappe der Sanierung Kreisschulhaus bereits im Budget 2019 enthalten. Höhere Kosten sind bei der Pflegefinanzierung und bei der wirtschaftlichen Sozialhilfe zu erwarten.

Aufgrund der aktuellen Zahlen ist bei den Steuereinnahmen der juristischen Personen mit tieferen Einnahmen zu rechnen, als noch im Budget 2018 erwartet. Es zeigt sich, dass die positiven Annahmen der Vorjahre zu optimistisch waren, heisst es im Bericht zum Budget 2019. Auch bei den natürlichen Personen ist nicht mit einem Anstieg gegenüber dem Budget 2018 zu rechnen, sodass die Budgetierung 2019 in etwa auf der Höhe des Vorjahres liegt.

Gemeinderat erachtet Finanzlage als gut

«In Anbetracht der Kosten der Sanierung vom Kreisschulhaus Spiringen wird beabsichtigt, den Steuerfuss bei 115 Prozent zu belassen», heisst es im Bericht des Gemeinderats. Der Kapitalsteuersatz soll analog dem Vorjahr auf 2,4 Promille festgelegt werden.

Gemäss der Kantonsverfassung ist die Gemeinde verpflichtet, einen Finanzplan zu erstellen. Spiringen hat die Finanzplanung für die Jahre 2020 bis 2022 ausgearbeitet. Der Finanzplan ist im Gegensatz zum Budget nicht verbindlich. Er soll aber gewisse Hinweise auf die künftige Entwicklung der Finanzlage der Gemeinde geben. «Der Gemeinderat beurteilt die aktuelle Finanzlage der Gemeinde Spiringen als gut», heisst es im Bericht des Gemeinderats. «Nach heutigem Wissensstand werden wir die bevorstehenden Investitionen ohne Steuererhöhung verkraften.» Ein allfällig vorübergehendes Defizit ist laut der Gemeinde mit dem kumulierten Eigenkapital aus den Vorjahren bestens abgesichert.

Pfrundhaus Urnerboden soll saniert werden

Im Anschluss an die Gemeindeversammlung findet auch die Kirchgemeindeversammlung statt. Im Zentrum steht der Kreditantrag zur Sanierung des Pfrundhauses auf dem Urnerboden. Dieses hat seit der Schliessung der Schule 2001 und dem Wegzug des letzten Kaplans 2003 nicht mehr seine ursprüngliche Funktion. Heute sind drei Wohnungen und der Dorfladen darin untergebracht. Die Kirchgemeinde wollte das Gebäude eigentlich verkaufen. Aus dem Verkauf wurde aber nichts.
Geplant ist, die Sanierung in drei Etappen durchzuführen. Da auf dem Urnerboden im Winter keine idealen Baubedingungen herrschen, muss jeweils das Sommerhalbjahr sehr gut genutzt werden.

In einer ersten Etappe im Sommer 2019 ist die Sanierung der gesamten Aussenhülle geplant. Es werden sämtliche Fenster ausgetauscht und angepasst, die Gebäudehülle sowie das Dach zweckdienlich saniert. In einer zweiten Etappe im Sommer 2020 ist die dringend notwendige Sanierung der sanitären Anlagen sowie die Sanierung und Erneuerung der Wohnung im ersten Obergeschoss geplant. Durch Anpassungen ist es möglich, neu eine Studiowohnung dazu zu gewinnen. Als Abschluss wird im Sommer 2021 die zweite Wohnung im Obergeschoss saniert. Der Kirchenrat beantragt, dem Kreditbegehren von 465’000 Franken für die Sanierung zuzustimmen. (pz)

Feuerwehr Urnerboden soll neue Motorspitze erhalten

Die Spirgner befinden an der Gemeindeversammlung auch über ein Kreditbegehren von 42’500 Franken für die Beschaffung einer neuen Motorspritze für die Feuerwehr Urnerboden. Gemäss Markus Walker, Feuerwehrkommandant Urnerboden, ist die bestehende Motorspitze sehr alt und funktioniert nur noch träge. Das Feuerwehrpersonal besteht vor allem aus älteren Personen und Frauen. Für die Frauen in der Feuerwehr ist es nicht möglich, die Motorspritze zu starten. Zudem ist das Gerät sehr schwer, heisst es weiter. Der Gemeinderat beantragt, dem Kreditbegehren von 42’500 Franken zuzustimmen. Im Weiteren stellt der Gemeinderat den Antrag, das Nachtragskreditbegehren von 17’000 Franken für die Teilrevision Nutzungsplanung zu genehmigen.

80’000 Franken für Sanierung des Friedhofwegs

Um ein 80’000-Franken-Kreditbegehren geht es bei der Sanierung des Friedhofwegs. Laut Gemeinderat ist der Weg in den vergangenen Jahren sehr uneben geworden. Im Winter ist es nicht möglich, mit der Schneefräse den Weg freizumachen. Für die Sanierung wurde bei einer Belagsfirma eine Richtofferte angefordert, diese beläuft sich auf 80’000 Franken. Auf der Traktandenliste stehen auch Wahlen: Schulratsmitglied Ariela Gisler-Thalmann stellt sich für die Amtsdauer 2019-2020 zur Wiederwahl. In der Wasserversorgungskommission stellen sich Nikolaus Gisler-Wyrsch, Augustin Gisler-Schuler, Daniel Arnold und Werner Herger-Herger erneut zur Wahl.

Die Gemeindeversammlung findet am Donnerstag, 8. November, um 19.30 Uhr im Mehrzwecklokal des Primarschulhauses in Spiringen statt. Im Anschluss wird die Versammlung der Kirchgemeinde abgehalten.

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