STEUERN: Keine weiteren Abzüge für die Kinderbetreuung

Die SVP fordert einen Abzug für die Eigenbetreuung. Der Regierung genügt jedoch die heute geltende Regelung.

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Im Kanton Uri wird über die Abzüge der Kinderbetreuung debatiert. (Symbolbild Neue UZ)

Im Kanton Uri wird über die Abzüge der Kinderbetreuung debatiert. (Symbolbild Neue UZ)

Der Regierungsrat habe bei den Steuergesetzrevisionen einer familienfreundlichen Besteuerung hohe Beachtung geschenkt. Daher sehe er keinen Handlungsbedarf, die Kinderabzüge zu erhöhen oder das Steuergesetz bei einer nächsten Teilrevision um neue Sozialabzüge zu erweitern. Das hält die Regierung in ihrer Antwort auf ein Postulat von Petra Simmen (SVP, Altdorf) fest.

Die Landrätin hatte gefordert, dass Eltern, die ihre Kinder selber betreuen, ebenfalls einen Abzug in der Steuererklärung geltend machen können. Sie wollte, dass sie gleich behandelt würden wie Eltern, die ihre Kinder in einer Kinderkrippe betreuen lassen. Dieser «Eigenbetreuungsabzug» sei steuersystematisch nicht zu rechtfertigen, schreibt die Regierung. «Bei der Eigenbetreuung von Kindern fallen im Gegensatz zur Drittbetreuung keine zusätzlichen Ausgaben an.» Auch wäre der Steuerausfall von jährlich rund 750 000 Franken nicht zu verantworten.

Markus Zwyssig