STEUERN: Uri wendet bei Pauschalbesteuerung Minimum an

Uri soll bei der Pauschalbesteuerung die vom Bundesrecht als minimale Bemessungsgrundlage vorgesehenen 400'000 Franken im Steuerrecht festschreiben. Dies schlägt der Regierungsrat dem Landrat vor.

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Das steuerbare Mindestvermögen legt Uri bei 8 Millionen Franken fest. (Bild: Keystone)

Das steuerbare Mindestvermögen legt Uri bei 8 Millionen Franken fest. (Bild: Keystone)

Bei der Pauschalbesteuerung wird die Steuer nicht auf Basis des Einkommens und Vermögens festgelegt, sondern auf Basis des Lebensaufwandes. Deshalb wird die Pauschalbesteuerung auch Besteuerung nach Aufwand genannt.

Der Bund hat die Vorgaben für die Pauschalbesteuerung verschärft. Grundlage für die Bemessung ist neu das Siebenfache der Wohnkosten statt wie bisher das Fünffache. Bei der direkten Bundessteuer gilt ausserdem ein Mindestbetrag von 400'000 Franken.

Die Kantone müssen bis 2016 ebenfalls einen Mindestbetrag bestimmen, sind bezüglich der Höhe aber frei. Uri übernimmt die 400'000 Franken des Bundes.

Dieser Betrag werde bei neu zuziehenden aufwandbesteuerten Personen bereits anwendet, heisst es in der Botschaft. Trotz der Verschärfung habe die Zahl der Pauschalbesteuerten im Kanton Uri, wenn auch auf tiefem Niveau, verdreifacht werden können.

Das steuerbare Mindestvermögen legt Uri bei 8 Millionen Franken fest. Damit müsse eine alleinstehende, konfessionslose pauschalbesteuerte Person im Kanton Uri je nach Wohngemeinde mindestens zwischen 109'000 Franken und 120'000 Franken zahlen.

Für Personen, die bereits nach dem Aufwand besteuert werden, gilt eine fünfjährige Übergangsfrist. Die verschärfenden Bestimmungen mit dem Mindesteinkommen von 400'000 Franken und dem Mindestvermögen von 8 Millionen Franken gelten für diese somit erst ab 2021. (sda)