STEUERN: Urner zahlen bald deutlich weniger Steuern

Der Landrat befindet über eine Teilrevision des Steuergesetzes. Davon sollen alle profitieren wenn auch nicht in gleichem Mass.

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Ein Steuerpflichtiger studiert seine ausgefüllte Steuererklärung. (Bild Keystone)

Ein Steuerpflichtiger studiert seine ausgefüllte Steuererklärung. (Bild Keystone)

Die Urner sollen bald weniger zur Kasse gebeten werden. Der Regierungsrat legt dem Landrat eine Teilrevision des Gesetzes über die direkten Steuern vor.

Das Parlament wird Ende Mai darüber befinden. Dadurch soll im Kanton Uri die Steuerbelastung für natürliche Personen in Richtung schweizerisches Mittel sinken. Damit verbunden nimmt der Regierungsrat einen Steuerausfall in der Höhe von zirka 26,5 Millionen Franken in Kauf.

Mit der vorliegenden Teilrevision werden alle Einkommensklassen entlastet, wobei die Entlastung besonders bei tiefen und hohen Einkommen überproportional ausfällt.

Flatrate und hohe Freibeträge
Zudem wird beim Tarifsystem Rücksicht auf die Einwohnergemeinden genommen. So ist der Regierungsrat der Ansicht, dass die Unterschiede in der Steuerbelastung zwischen den einzelnen Gemeinden vertretbar sein müssen. Der Regierungsrat schlägt bei sämtlichen Steuerarten auf Kantons- und Gemeindeebene lineare Tarife, die so genannte Flatrate, vor.

Bei der Einkommens- und Vermögenssteuer werden die linearen Steuersätze mit hohen Steuerfreibeträgen kombiniert. Dadurch können die zahlreichen rechtlichen, politischen und ökonomischen Rahmenbedingungen am besten eingehalten werden. Die Einführung eines linearen Tarifs schafft wesentliche Vorteile, mit denen Uri den zukünftigen Herausforderungen der Steuerpolitik gestärkt entgegenblicken kann. Die wichtigsten Vorteile:

- Die Widersprüchlichkeiten zwischen den Einwohnergemeinden und auch zwischen den Kirchgemeinden wird minimiert;

- das Tarifsystem ist einfach und transparent und schafft positive ökonomische Anreize;

- das Tarifsystem nimmt Rücksicht auf die sozial Schwächsten, indem die Steuerfreigrenze deutlich erhöht wird;

- alle steuerpflichtigen Personen profitieren sofern sie überhaupt Steuern bezahlen im selben Ausmass von Abzügen.

Der Regierungsrat bezeichnet das gewählte Tarifsystem als «innovativ und zukunftstauglich».

Markus Zwyssig

Den ausführlichen Artikel lesen Sie am Donnerstag in der Neuen Urner Zeitung.