Steuerrechnungen für Urner Unternehmen kommen später als gewohnt

Unternehmen, die einen Gewinnrückgang wegen Corona fürchten, können Anpassungen der Steuerrechnung verlangen.

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(unp) Die Urner Unternehmen werden in den kommenden Tagen die provisorischen Kantons- und Gemeindesteuerrechnungen 2020 erhalten. Wie die Finanzdirektion mitteilt, fand der Versand nicht wie gewohnt im April statt, sondern wurde wegen der Coronapandemie auf Juni verschoben. Unternehmen, die aufgrund der Coronamassnahmen mit starkem Gewinnrückgang rechnen müssen, könnten beim Amt für Steuern eine Anpassung der provisorischen Rechnung verlangen, heisst es weiter. In Härtefällen bestehe auch die Möglichkeit, beim Amt für Finanzen einen Zahlungsaufschub zu beantragen oder Ratenzahlungen zu vereinbaren. «Das Amt für Finanzen beurteilt die Gesuche für Zahlungserleichterungen grosszügig», schreibt die Finanzdirektion.

Das Urner Stimmvolk stimmte der Steuervorlage 2019 mit deutlicher Mehrheit zu. Ab dem Steuerjahr 2020 profitieren die Urner Unternehmen nun von einer erheblich tieferen Steuerbelastung, da die Steuervorlage 2019 neben der Gewinnsteuersenkung und der Abschaffung der Statusprivilegien auch die Einführung einer Minimalsteuer beinhaltete.