Stiftung Behindertenbetriebe hat mit Projekt gute Chance

Die Regierung steht einem Wechsel der Wäscherei des Kantonsspitals nach Schattdorf positiv gegenüber.

Markus Zwyssig
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Die Stiftung Behindertenbetriebe Uri (SBU) aus der Vogelperspektive.

Die Stiftung Behindertenbetriebe Uri (SBU) aus der Vogelperspektive.

Bild: PD

Der Betrieb einer hauseigenen Wäscherei im Kantonsspital Uri ist am aktuellen Standort mit dem Neubau nicht mehr möglich. Aus betriebswirtschaftlicher Sicht ist auch ein anderer Ort keine Variante. Der Regierungsrat ist bereit, die Finanzierungsmöglichkeiten des Kantons zu Gunsten des Wäschereiprojekts der Stiftung Behindertenbetriebe Uri zu prüfen. Das hält er in seiner Antwort auf eine Interpellation von Daniel Furrer (CVP, Erstfeld) fest.

Aktuell wird geprüft, ob und inwieweit eine Zusammenarbeit für die SBU und das KSU zu Stande kommen kann. «Entscheidend ist der Preis beziehungsweise Frage, ob und inwieweit der Kanton bereit ist, die Produktionskosten der SBU mittels Investitionshilfen oder Betriebsbeiträgen zu senken», schreibt die Regierung.

Gemäss dem Businessplan könnten durch die Zusammenarbeit zusätzliche 21 Arbeitsplätze für Menschen mit einer Beeinträchtigung geschaffen werden. Dazu kämen noch drei bis vier Arbeitsplätze für Angestellte ohne Beeinträchtigung. Zudem würde das Personal der Wäscherei des Kantonsspitals Uri übernommen.

Für Angebotserweiterung würde Halle gemietet

Der Regierungsrat stuft die Bedeutung des Projekts der SBU als hoch ein. «Bei einer Lösung mit der SBU würde die Wertschöpfung aus der Wäscherei des KSU im Kanton Uri bleiben.» Eine Erweiterung des Wäschereiangebots für Alters- und Pflegeheime, Industrie und Gewerbe sei mit der geplanten Variante der SBU gut möglich. Für die Erweiterung der Wäscherei würde eine Halle dazu gemietet.

Was passiert, wenn die Zusammenarbeit mit der SBU nicht zu Stande kommt? In einem solchen Fall würde das KSU die Wäscherei gemäss kantonaler Submissionsverordnung öffentlich ausschreiben. Bei einer Vergabe der Wäsche an ein ausserkantonales Unternehmen, würden für sechs Mitarbeiter eine Weiterbeschäftigung in einer anderen Funktion im KSU, eine frühzeitige Pensionierung oder eine berufliche Neuorientierung angestrebt. Zwei Personen werden bis ins Jahr 2024 pensioniert.