Stollenanlage Ripshausen geht an Korporation Uri

Der Urner Regierungsrat hält am Verkauf der Stollenanlage Ripshausen in Erstfeld an die Korporation Uri fest. Ein privater Käufer, der mehr bot, hat das Nachsehen.

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Die alte Stollenanlage in Ripshausen. (Bild: Urs Hanhart / Neue UZ)

Die alte Stollenanlage in Ripshausen. (Bild: Urs Hanhart / Neue UZ)

Den Zuschlag für die kantonseigene Liegenschaft hat die Korporation Uri bei einem Verkaufspreis von 330'000 Franken erhalten. Ein zweiter privater Mitbieter war bereit, 500'000 Franken zu bezahlen. Dieser geht nun leer aus.

Der Urner Regierungsrat hat sich «nach intensiver Auseinandersetzung mit allen Vor- und Nachteilen, insbesondere aber auf Grund der Rechtslage und nach dem Grundsatz von Treu und Glauben, gegen den Verkauf an andere Bieter und auch gegen eine Neuausschreibung entschieden», teilt die Staatskanzlei Uri am Freitag mit. Der Verkauf an die Korporation Uri sei die wirtschaftlich günstigste Lösung. Als Partnerin der öffentlichen Hand biete sie zudem Gewähr für ein regionalwirtschaftlich abgestütztes Projekt. Der von der Korporation offerierte Kaufpreis liegt deutlich über dem Schätzwert von 273'800 Franken.

Zum Verkauf der Stollenanlage hat der Landrat eine Parlamentarische Empfehlung überwiesen. Auch muss der Landrat eine Aufsichtsbeschwerde behandeln. Darin fordert Alois Zurfluh (CVP, Attinghausen) die Regierung auf, vom Verkauf der Stollenanlage an die Korporation abzusehen und diese stattdessen dem meistbietenden privaten Unternehmer zu geben. Aus juristischer Sicht bestehen jedoch keine Abhängigkeiten zur Aufsichtsbeschwerde oder zum parlamentarischen Vorstoss, heisst es weiter.

pd/rem