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Strasse nach Realp soll sicherer werden

Landrat Georg Simmen (FDP, Realp) fordert in einer Motion ein Projekt für einen nachhaltigen Lawinenschutz des Strassenabschnitts zwischen Hospental und Zumdorf. Es sollen Alternativen zu einer Galerie geprüft werden.
Bruno Arnold

Im November 2010 hat Landrat Georg Simmen (FDP, Realp) den Regierungsrat mit einer Motion aufgefordert, dem Landrat ein Projekt vorzulegen, um innerhalb von zehn Jahren den etappenweisen Bau einer Galerie auf dem rund 1,5 Kilometer langen Strassenabschnitt unterhalb der Böschen zwischen Hospental und Zumdorf zu realisieren. Der Vorstoss wurde erheblich erklärt, im Frühling 2013 krebste der Rat aber zurück. Er sprach sich gegen einen Planungskredit von 440'000 Franken aus. Die Begründung: Die Gesamtkosten für die Galerie von rund 30 Millionen Franken würden die finanziellen Möglichkeiten des Kantons übersteigen.

Sprengungen aus der Luft kein probates Mittel

Jetzt nimmt Simmen einen neuen Anlauf: «Die nach wie vor beste Methode, um die Sicherheit dieses Strassenabschnitts zu erhöhen, wäre der Bau einer Galerie», sagte er gestern. «Um aber die finanziellen Möglichkeiten des Kantons Uri nicht übermässig zu strapazieren, sollte dringend nach Alternativlösungen gesucht werden.» Die in der Vergangenheit vorgenommenen Lawinensprengungen aus dem Helikopter seien kein probates Mittel. Am 21. April 2018 verursachte eine künstlich ausgelöste Lawine diverse Schäden am Kulturland und an der Strasse, zog aber auch Wildtiere in Mitleidenschaft.

«Schutzwald» und Sprengungen kombinieren

Aufgrund der Hangneigung kann es sowohl im oberen wie im unteren Teil des Gebiets Böschen zu Lawinenabgängen kommen. «Um relativ bald eine gewisse Sicherheit zu erlangen, könnte zunächst eine Kombination von ‹Schutzwald› aus neu gepflanzten Bäumchen und Lawinenverbauungen im oberen Teil in Verbindung mit ortsfesten Sprenganlagen im unteren Teil realisiert werden», schlug Simmen gestern vor. «Regelmässige Sprengungen ab einer gewissen Schneehöhe hätten den Vorteil, dass es nur zu kleineren Lawinen kommt und somit grosse Ereignisse wie am 21. April verhindert werden könnten.

Simmen zeigte sich überzeugt, dass die Kosten mit einem solchen Projekt «erträglich und der Nutzen mehrfach sein wird». Und schliesslich meinte der Motionär: «Die positiven Auswirkungen eines Waldes für die lokale Flora und Fauna sind wohl unbestritten. Wenn damit zugleich der Abgang von Lawinen verhindert werden kann, würde zugleich noch dem Sicherheitsfaktor Rechnung getragen.» Die Regierung soll deshalb prüfen, welche Schutzmassnahmen im Gebiet Böschen durchführbar und auch zahlbar seien, um so rasch wie möglich eine nachhaltige Lawinensicherung respektive eine grössere Sicherheit für das Gebiet zu erreichen.

Die Kantonsstrasse zwischen Hospental und Zumdorf. (Bild: Urs Hanhart, 11. Januar 2011)

Die Kantonsstrasse zwischen Hospental und Zumdorf. (Bild: Urs Hanhart, 11. Januar 2011)

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