STRASSENVERKEHR: Versuch mit Tempo-40-Zone in Bürglen gescheitert

Im Kanton Uri ist der Versuch für mehr Sicherheit mit einer Tempo-40-Zone auf der Kantonsstrasse durch das Dorf Bürglen gescheitert. Die Massnahme bringt nicht den nötigen Sicherheitsgewinn. Gemeinde und Kanton wollen nun im Zentrum nur noch maximal Tempo 30 erlauben.

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Blick auf das Pfarrmätteli in Bürglen: Tempo 40 ist gescheitert. (Bild Urs Hanhart)

Blick auf das Pfarrmätteli in Bürglen: Tempo 40 ist gescheitert. (Bild Urs Hanhart)

Auf der kurvigen Klausenstrasse durch das Dorf Bürglen kommt es wegen geringen Sichtweiten immer wieder zu Streifkollisionen. Im September 2015 war deshalb auf einem 400 Meter langen Abschnitt anstelle von Tempo 50 eine 40er-Zone signalisiert worden. Damit sollte die Sicherheit erhöht, die Anhaltequote bei Fussgängerstreifen verbessert und die Sichtweiten optimiert werden.

Eine Auswertung mit Video und Geschwindigkeitsmessungen zeigten, dass Tempo 40 die Sicherheit nur geringfügig verbessere, teilte die Urner Baudirektion am Donnerstag mit. An 11 von 14 unübersichtlichen Stellen sei die Sichtweite nach wie vor ungenügend. Zudem hätten die Fahrer die Geschwindigkeiten nur teilweise angepasst.

Ursprünglich wollten die Gemeinde und der Kanton eine Tempo-30-Zone realisieren. Dies stiess jedoch bei zahlreichen Einsprechern auf Widerstand. Als Kompromiss wurde schliesslich versuchsweise Tempo 40 verfügt.

Der Kanton und die Gemeinde wollen nun nach dem Versuchsabbruch einen rund 200 Meter langen Strassenabschnitt zwischen der Tellen-Kurve und der Raiffeisenbank mit Tempo 30 ausschildern. Die hängigen Einsprachen müssten nun von der nächst höheren Instanz behandelt werden, heisst es in der Mitteilung.

Der Fahrzeitverlust mit Tempo 30 auf der betroffenen Strecke sei mit rund drei Sekunden gering, schreibt die Urner Baudirektion. Dies sei mit Blick auf den Sicherheitsgewinn vertretbar. (sda)