Streckensperrung erfordert Massnahmen

Das Bundesamt für Strassen hat aufgrund der Sperrung der Eisenbahnstrecke über den Gotthard kurzfristig Erleichterungen für den LKW-Verkehr beschlossen – obwohl bisher keine namhafte Zunahme des Güterschwerverkehrs auf der Strasse feststellbar war.

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Die Gotthard-Strecke bleibt mindestens einen Monat unterbrochen. (Bild: Keystone)

Die Gotthard-Strecke bleibt mindestens einen Monat unterbrochen. (Bild: Keystone)

Bisher hat die Sperrung der Eisenbahnlinie über den Gotthard als Folge des Felssturzes bei Gurtnellen bis am Freitagnachmittag zu keiner ausserordentlichen Situation auf den Strassenverbindungen durch die Alpen geführt. Wie das Bundesamt für Strassen (ASTRA) mitteilt, wurden mit Blick auf eine mögliche Zunahme des LKW-Verkehrs in den nächsten Wochen Optimierungsmassnahmen angeordnet.

Im Gotthard-Strassentunnel werden die zwölf bereits angekündigten Sperrnächte zwischen dem 11. und dem 28. Juni verkürzt. Die Sperrung soll nun jeweils erst um 22.15 Uhr erfolgen. Geplant war 20 Uhr.

Auf der Simplon-Passstrasse sind momentan zwei Passagen – Haselkehre und Kulmtunnel – in Bau mit Spurreduktion und Rotlichtbetrieb. Diese Baustellen werden soweit aufgehoben, damit die Strasse wieder zweispurig befahrbar ist. Diese Aufhebung ist jedoch erst im Laufe der nächsten Woche realisierbar.

Das Tropfenzählerportal vor dem Gotthard-Strassentunnel wird für den LKW-Verkehr bis zu einem Maximum von 150 LKWs pro Stunde offen gehalten. Die Ausserbetriebnahme des Tropfenzählersystems sei nicht realisierbar, da dieses die Sicherheit im Tunnel gewährleiste.

Weitere Massnahmen sind zur Zeit nicht geplant. Das ASTRA beobachtet die Entwicklung des Verkehrs und nimmt periodisch Lagebeurteilungen vor.

pd/chg