Streit um Gestank geht in nächste Runde

Anwohner geben der Green Power Uri AG noch ein halbes Jahr Zeit. Dann darf die Kompogasanlage nicht mehr stinken. Die Nerven liegen auf beiden Seiten blank.

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Werner Jauch von der Green Power Uri AG will den Problemen auf den Grund gehen. (Bild: Elias Bricker/Neue UZ)

Werner Jauch von der Green Power Uri AG will den Problemen auf den Grund gehen. (Bild: Elias Bricker/Neue UZ)

Das Biomassekraftwerk bei der Kläranlage Altdorf nahm vor mehr als zwei Jahren seinen Betrieb auf. Es stellt aus Speiseabfällen und Grüngut Energie her. Die Anlage, die von der Green Power Uri AG betrieben wird, liefert Strom für rund 200 Haushalte. Doch seit der Inbetriebnahme beklagen sich die Anwohner immer wieder über den bestialischen Gestank, der mehrmals am Tag wie eine Welle auf die umliegenden Siedlungen überschwappe.

«Liegenschaften verlieren Wert»

Den Anwohnern des Biomassekraftwerks in Altdorf platzt jetzt der Kragen. Sie stellen ein Ultimatum. «Wenn innerhalb eines halben Jahres die Geruchsemissionen nicht aufhören, werden wir eine Verfügung für die Stilllegung der Anlage beantragen», sagt Franz Imhof im Namen von mehreren Anwohnern. Zudem werden sie dann Schadenersatz fordern. Denn die Liegenschaften hätten durch den Gestank an Wert verloren. «Wir sind nicht grundsätzlich gegen das Kraftwerk. Aber so kann es nicht weitergehen.»

Polizei kreuzte auf

Die Verantwortlichen der Green Power Uri AG kennen die Probleme. «Wir versuchen, das Möglichste zu unternehmen, damit die Anwohner nicht unter dem Gestank leiden müssen», versichert Geschäftsführer Werner Jauch.

So investierten die Kraftwerkbetreiber im vergangenen Winter laut eigenen Angaben nochmals über 400 000 Franken, respektive 10 Prozent des Investitionsvolumens, für ein effizienteres Lüftungssystem. Das neue System, das seit Ende April dieses Jahres in Betrieb ist, sorgt für einen höheren Unterdruck in der Produktionshalle des Biokraftwerks. Dadurch sollte die stickige Luft nicht aus der Halle entweichen – selbst wenn die Tore für die Lastwagen, die Grüngut anliefern, geöffnet werden.

Kürzlich kam es aber beim Kraftwerk zu einem Zwischenfall, bei dem die Polizei auftauchte.

Elias Bricker

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