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STROMPRODUKTION: Kraftwerke Bristen und Gurtnellen sind auf Kurs

Das Kraftwerk Gurtnellen wurde aus-, jenes in Bristen neu gebaut. Trotz vieler Herausforderungen erweisen sich die beiden Projekte als Erfolge, wie die ersten Produktionszahlen zeigen.
Carmen Epp
Das neue Kraftwerk in Bristen produziert Strom für rund 3100 Haushalte. (Bild: PD)

Das neue Kraftwerk in Bristen produziert Strom für rund 3100 Haushalte. (Bild: PD)

«Ein Projekt für Mutige», so bezeichnet Verwaltungsratspräsident Werner Jauch den Ausbau des Kraftwerks (KW) Gurtnellen in seinem Jahresbericht. Grosse bautechnische und -logistische Herausforderungen hätten sich mit dem Ausbau des Kraftwerks seit November 2015 gestellt.

Der Mut aber habe sich gelohnt, wie Jauch weiter schreibt: «Die Beteiligten haben mit Kompetenz, Handwerkskunst und grossem Einsatz alle Hürden gemeistert und teilweise ‹Unglaubliches› geleistet.» So konnte das Kraftwerk im August 2017 – drei Monate vor dem Zeitplan – zum ersten Mal wieder ans Netz.

Die KW Gurtnellen AG rechnet mit jährlich 31,5 Gigawattstunden Strom im Vollbetrieb – genug, um 7100 Haushalte zu versorgen. Dieses Ziel scheint realistisch, wie dem Jahresbericht zu entnehmen ist. So konnte die Anlage ab September meist über Nacht und an den Wochenenden betrieben werden und hat dabei bereits im ersten Monat 3,63 Gigawattstunden Strom produziert.

25,5 Millionen Franken wurden in den Ausbau des KW Gurtnellen investiert, 75 Prozent davon bleiben im Kanton Uri. Weiter wird das Kraftwerk jährlich rund 480000 Franken Wasserzinsen entrichten.

Per Ende September weist die KW Gurtnellen AG einen Bilanzgewinn von 153227 Franken aus, wovon 80000 Franken als Dividenden ausgeschüttet werden sollen. Am 7. März wird darüber an der GV entschieden.

Budgetierte Produktion ist realistisch

Nicht nur um-, sondern ganz neu gebaut wurde das Kraftwerk Bristen – ebenfalls kein gewöhnliches Projekt, wie Verwaltungsratspräsident Werner Jauch im Jahresbericht schreibt. Die grosse Herausforderung habe darin bestanden, Schutz und Nutzen in der Landschaft des Maderanertals unter einen Hut zu bringen. Dabei sei «eine Pionierleistung mit vielen innovativen Ideen» gefragt gewesen, schreibt Jauch.

Anderthalb Jahre wurde gebaut, bis im März 2017 die gesamte Anlage meist über Nacht und an den Wochenenden in Betrieb genommen wurde. Dabei konnte im Geschäftsjahr 2016/17 bereits eine Jahresproduktion von 13,65 Gigawattstunden erzielt werden. So sei zu erwarten, dass im kommenden Geschäftsjahr, wenn die ganze Anlage das ganze Jahr über betrieben werden kann, die budgetierte Jahresproduktion von 14 Gigawattstunden erreicht werden kann.

Insgesamt 18,5 Millionen Franken wurden in das neue Kraftwerk investiert, rund 80 Prozent der Wertschöpfung bleibt in Uri. Das KW Bristen wird pro Jahr rund 230000 Franken Wasserzinsen abwerfen.

Auch hier dürften sich die Aktionäre freuen: Rund 420000 der 531497 Franken des Bilanzgewinns per Ende September sollen als Dividenden ausgeschüttet werden. Daneben stehen an der GV vom 5. März Gesamterneuerungswahlen in den Verwaltungsrat statt. Neu steht Andreas Bissig zur Wahl, die restlichen Verwaltungsratsmitglieder – Werner Jauch, Ruedi Cathry, Hermann Epp, Rolf Infanger und Rolf Müller – stellen sich für eine weitere Amtsdauer zur Verfügung.

Bei beiden Kraftwerken liegt die Betriebs- und Geschäftsführung bei der Elektrizitätswerk Altdorf AG (EWA). An der KW Gurtnellen AG ist das EWA zu 70 und die Korporation Uri zu 30 Prozent am Aktienkapital beteiligt. Auch an der KW Bristen AG hält die EWA AG mit 60 Prozent die Mehrheit der Aktien; der Kanton Uri und die Korporation Uri sind mit je 15, die Gemeinde Silenen mit 10 Prozent beteiligt.

Carmen Epp

carmen.epp@urnerzeitung.ch

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