STROMVERSORGUNG: Gebündelte Hochspannungsleitungen entlasten Urner Talboden

Zwei quer im Urner Talboden verlaufende Hochspannungsleitungen von SBB und Swissgrid werden im Verlaufe der nächsten Monate zusammengelegt. Die neue Linienführung entlastet den Urner Talboden.

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Hochspannungsleitungen im Urner Talboden. (Bild: Urs Hanhart/Neue UZ)

Hochspannungsleitungen im Urner Talboden. (Bild: Urs Hanhart/Neue UZ)

Die beiden Leitungen seien für den Stromtransport Nord/Süd von grosser Bedeutung, teilte die Urner Baudirektion am Montag mit. Heute verlaufen diese auf separaten Trassen quer durch den Talboden. Neu werden sie auf einer Gesamtlänge von 4,7 Kilometern auf einem Trassee gebündelt und parallel zur Autobahn geführt.

Die Verlegung der Hochspannungsleitungen wird möglich, weil die 1949 erstellte 380-/220-kV-Leitung zwischen Attinghausen und Flüelen saniert werden muss. Dies bietet die Gelegenheit, die Leitungen zu verlegen und mit der parallel geführten 132-kV-Bahnstormleitung der SBB zusammenzufassen. Für den Kanton Uri sei das ein Glücksfall, wird der Baudirektor in der Medienmitteilung zitiert. Die Verlegung der Hochspannungsleitung ist seit den 1980er Jahren ein Thema.

Insgesamt werden 31 Masten zurückgebaut - 11 von Swissgrid und 20 der SBB. Die Leitungen verlaufen laut Mitteilung künftig auf 17 neuen Masten. Die Bauarbeiten sollen im Frühling 2018 fertig sein. Nach der Inbetriebnahme folgt der Rückbau der alten Swissgrid- und SBB-Leitungen. (sda)